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Sony Xperia Z3 Test

Sony Xperia Z3
Sony hat vor kurzem das Xperia Z3 auf den Markt gebracht. Sony Xperia Z3 Handy-Daten und Preisvergleich finden Sie hier.Bewertung:55

Sony ist derzeit von der ganz schnellen Sorte und erneuert jedes Jahr sein Smartphone-Angebot um ein weiteres Flaggschiff. Aktuell führt das Xperia Z3 die Handysparte der Firma an. Die Mobilgeräte des japanischen Konzerns sind vor allem wegen dem Wasser- und Staubschutz, der vorbildlichen Kamera und der vorausschauenden Hardware begehrt. Doch reichen 6 Monate wirklich, um ein Produkt zu veröffentlichen, welches eine komplett neue Generation rechtfertigt?

Um diese Frage zu beantworten, haben wir uns nun einige Wochen mit Sonys aktuellem Flaggschiff Xperia Z3 beschäftigt. Auf dem Datenblatt weiß das Gerät durch eine 20,7-Megapixel-Kamera, ein 5,2-Zoll-Display mit Full-HD-Auflösung und einen schnellen Snapdragon-801-Prozessor zu überzeugen. Doch genau diese Spezifikationen hatte schon der Vorgänger Xperia Z2.

Was das neue Gerät trotzdem besser macht und wo Sony hätte eine Schippe drauflegen müssen, verraten wir euch in diesem ausführlichen Test.

Ausgepackt und angeschaut

Das kenne ich doch!

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Die Verpackung an sich bekam beim aktuellen Flaggschiff ein neues Design – danke Sony. Seit dem Xperia S im Jahre 2011 sah nämlich eine Kartonage des Herstellers, selbstredend abzüglich des abgelichteten Mobilgerätes, stets wie die andere aus. Das dominierende Weiß bei der Farbgebung hat auch die Schachtel des Sony Xperia Z3 inne. Doch davon abgesehen findet man eine recht hübsche Makrofotografie der Kamera auf der Vorderseite.

Hinten lassen sich dann die Farbvarianten erspähen, das Gerät kommt neben dem Schwarz unseres Testexemplars auch in Weiß und Kupfer daher. Die wichtigsten Spezifikationen lassen sich ebenfalls ablesen. Insgesamt wirkt die Verpackung deutlich stilvoller, als es bei vorherigen Sony-Produkten der Fall war. Die dadurch aufkommende Euphorie wird etwas durch den Inhalt der Box an sich geschmälert.

Hier finden sich nur die üblichen Verdächtigen; ein Micro-USB-Kabel, ein Netzteil, eine Schnellanleitung und ein In-Ear-Kopfhörer. Das schicke Flip-Cover von Sony, welches man optional erwerben kann, wäre beim hohen Gerätepreis eine nette Dreingabe gewesen. Beim Herausholen des Sony Xperia Z3 aus der Schachtel müssen weniger geschulte Augen schon etwas genauer hinsehen, um tatsächlich einen Unterschied zum Vorgänger auszumachen.

Der größte Unterschied findet sich am Rahmen des Smartphones wieder. Dieser ist mehr abgerundet und auch die Schutzkappen, hinter denen sich die Anschlüsse verbergen, wirken nicht mehr so eckig. Mit nur 7,3 Millimetern in der Dicke hat das Xperia Z3 im Vergleich zum Vorgängermodell auch 0,9 Millimeter abgespeckt. Passend dazu wurde das Gewicht um 9 Gramm auf insgesamt 152 Gramm reduziert.

Auf der Vorderseite sieht man die 2,2 Megapixel auflösende Frontkamera und oben sowie unten befinden sich zwei Lautsprecherboxen für Stereo-Sound. Die Hörmuschel und diverse Sensoren sind ebenfalls am Kopfe des Gerätes angebracht, nur das Mikrofon wurde unten auf der linken Seite installiert. Dort gibt es auch einen Anschluss für eine Dockingstation und eine Schutzabdeckung, unter der sich der Micro-USB-Port befindet.

Auf der rechten Seite finden sich schließlich neben dem Schacht für microSD-Speicherkarten die Bedienelemente. Der obligatorische Ein-/Ausschalter im bekannten Silberton ist genauso wie die Lautstärkewippe und die Kamerataste vertreten. Physische Menütasten gibt es nicht, Sony lässt einen das Smartphone komplett über den Bildschirm steuern. Auf der gläsernen Rückseite wurde die 20,7-Megapixel-Kamera installiert.

Was können wir zur allgemeinen Verarbeitung des Sony-Smartphones nun sagen? Dank Aluminium an den Seiten und Glas auf der Rückseite fühlt sich das Gerät sehr hochwertig an. Es gibt keine ungleichmäßigen Spalte und auch bei festem Anpacken keine Störgeräusche. Auch die Bedienelemente sind tadellos realisiert und die Schutzkappen, die das Gerät zu einem großem Teil wetterfest machen, wurden vertrauenerweckend verarbeitet.

Das Sony Xperia Z3 fühlt sich gut an und liegt nicht zu schwer in der Hand. Das einzige Manko sehen wir in der Glasrückseite. Die lässt das Handy zwar hochwertig wirken – gewährt aber nicht den sichersten Halt. Man sollte das Smartphone also fest im Griff halten. Des Weiteren empfehlen wir beim Ablegen des Gerätes auf einem Tisch es nicht allzu nah an die Kante zu legen.

Das Xperia Z3 rutscht recht schnell auf halbwegs glatten Oberflächen, was schon bei einem kleinen Schubser in einen Sturz von der Tischkante enden könnte.

Die Technik des Sony Xperia Z3

Wo wurde Hand angelegt?

Da Samsung, HTC und LG es mit neuen Geräten nicht ganz so eilig haben, sind die Rivalen des Sony Xperia Z3 immer noch das Galaxy S5, das HTC One (M8) und das LG G3. Ironischerweise lauert aber der schärfste Konkurrent in den eigenen Reihen. Das Sony Xperia Z2 hat eine ähnlich gute Ausstattung und kostet deutlich weniger. Was hat sich denn nun eigentlich im Vergleich zum Vorgänger bei der Technik geändert?

Es gibt einen leicht erhöhten Prozessortakt (von 2,3 Gigahertz auf 2,46 Gigahertz), einen neuen Kamerasensor, erhöhter Schutz vor Wasser, Wasserstrahlen und Staub durch die Standards IP65 und IP68 und an der Akkukapazität wurde geschraubt. Um das Gerät schmaler zu bekommen wurde der Energiespender minimal von 3.200 mAh auf 3.100 mAh verkleinert. Mehr Unterschiede gibt es nicht.

So sehen die technischen Daten des Sony Xperia Z3 aus:

  • 5,2 Zoll Display mit 1.920 x 1.200 Pixel
  • Snapdragon 801 Ouad-Core-Chipsatz (4x 2,46 Gigahertz)
  • 3 GB RAM
  • 16 GB interner Speicher, erweiterbar per microSD
  • 20,7-Megapixel-Kamera hinten, 2.2-Megapixel-Kamera vorne
  • WLAN mit schnellem ac-Standard, Bluetooth 4.0, A-GPS, 3G, 4G
  • Micro-USB, 3.5-Millimeter-Klinkenanschluss
  • Micro-SIM-Kartenschacht
  • 3.100 mAh umfassender Akku (fest verbaut)
  • Android 4.4.4 KitKat mit Sony UI
  • Staub- und Wasserschutz nach IP65 und IP68 (bis 1,5 Meter Tiefe 30 Minuten wasserdicht)

Das Display

Warum Stillstand nicht immer schlimm sein muss

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Dieses Jahr wird von diversen Herstellern der Trend der 2K-Displays aufgegriffen. Das liest sich auf dem Datenblatt toll – bringt jedoch auf den kleinen Smartphone-Bildschirmen eher Nach- als Vorteile. Das Sony also bei Full-HD bleibt ist überaus verständlich und das Display des Xperia Z2 ließ kaum Raum zur Verbesserung. Ähnlich sieht es dann auch beim Sony Xperia Z3 aus. Wieder einmal gibt es 1.920 x 1.080 Pixel verteilt auf 5,2 Zoll.

Die Triluminos-IPS-Technik von Sony treibt das Display an und verleitet es zu Höchstleistungen. Die Farben wirken quicklebendig, die Kontraste sind auch ohne AMOLED beeindruckend und die maximale Helligkeit trotzt auch hoher Sonneneinstrahlung. Auf Schlieren bei schnellen Bewegungen muss man sich nicht gefasst machen und auf Eingaben mit dem Finger reagiert das Xperia Z3 ohne Verzögerung.

Einzelne Pixel sind auch bei noch so genauem hinsehen nicht zu erkennen. Filme, Spiele und Fotos wirken auf dem Sony-Flaggschiff sehr lebensecht und die Blickwinkel sind äußerst stabil. Selbst aus schrägen Winkeln heraus kann man noch alle Inhalte auf dem Smartphone erkennen. Kurzum: Das Display des Sony Xperia Z3 gibt nicht den geringsten Grund zur Beanstandung – es ist im wahrsten Wortsinn ein wahrer Augenschmaus.

Sound und Telefonie

Überzeugt das Xperia Z3 bei der Akustik und Gesprächen?

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Nach dem großen Lob für die Verarbeitung und für das Display müssen wir hier leider wieder etwas zurückrudern. Beim Telefonieren gab es zwar keine schwerwiegenden Probleme oder Aussetzer, doch unsere Gesprächspartner hatten manchmal über Störgeräusche in der Leitung zu klagen. Diese waren mal größer, mal kleiner, aber ein Telefonat ohne Nebengeräusche gab es eher selten. Der Klang der beiden Boxen hingegen hat uns dann wieder begeistert.

Hier hat Sony ganze Arbeit geleistet und wildert bei der Akustik sogar in Gewässern von HTC. Das Sony Xperia Z3 bietet einen klaren Klang mit deutlich definierten hohen und mittleren Tönen, welche auch zum Pegelende hin nicht verzerren. Die maximale Lautstärke ist ebenfalls auf einem hohem Niveau, auch wenn hier kein Rekord gebrochen wird. Mit Sonys Smartphone lässt sich problemlos ein Raum mit guter Klangqualität beschallen.

Besonders gut gelöst ist die Position der beiden Boxen auf der Vorderseite. So wird weder beim Halten des Gerätes noch auf dem Tisch liegend ein Lautsprecher verdeckt. Die mitgelieferten Kopfhörer verrichten ebenfalls anstandslos ihren Dienst. Sie wurden hochwertig verarbeitet und haben eine angenehme Klangcharakteristik. Im Gegensatz zur Audiowiedergabe über die Lautsprecher des  Smartphones lässt sich sogar ein Hauch mehr Bass bei den tiefen Tönen erkennen.

Der Performance-Check

Der Snapdragon 801 zeigt seine Muskeln

Der ohnehin schon schnelle Prozessor Qualcomm Snapdragon 801wurde von 2,3 Gigahertz im Sony Xperia Z2 auf 2,5 Gigahertz im Xperia Z3 getaktet. Laut diversen Systemanalyse-Apps sind es tatsächlich „nur“ 2,46 Gigahertz, doch so oder so sollte der Unterschied bei der Performance nicht allzu groß ausfallen. In Verbindung mit einem standardmäßigen Full-HD-Display dürfte das Sony Xperia Z3 eigentlich keine Probleme bei der Alltagsleistung haben.

Das können wir auch anhand diverser Benchmarks bescheinigen. Bei AnTuTu liegt der Wert bei knapp unter 40.000 Punkten, die 3D-Leistung zeigt sich mit etwas über 17.000 Punkten aber beeindruckender. Hierfür haben wir die App 3DMark zu Rate gezogen. Da uns aber mehr die Alltagsleistung interessiert, haben wir das Sony Xperia Z3 tagtäglich ausgiebig genutzt.

Hierbei ergaben sich weder bei aufwändigen 3D-Spielen wie Asphalt 8 oder Modern Combat 5, noch bei der Wiedergabe von Full-HD-Videos Ruckler. Die Oberfläche an sich zeigte ebenfalls keine Gedenksekunden. Man kann schnell durch die Homescreens und durch die Einstellungen navigieren. Ein Garant für ausuferndes Multitasking stellen zudem die 3 GB RAM des Sony Xperia Z3 dar. Selbst wenn man Schwergewichte wie mehrere Browser nebst geöffneten Tabs, Google Maps und diverse Spiele im Hintergrund geöffnet lässt ergeben sich keine Engpässe.

Mit diesen Smartphone ist man also für alle aktuellen Anwendungsgebiete gewappnet und dank der schnellen Grafikeinheit Adreno 330 wird man auch 3D-Programme und Spiele auf lange Sicht problemfrei genießen können. Der interne Flash-Speicher zeigt sich ebenfalls von der schnellen Sorte – alle Apps und Einstellungen starten direkt nach dem Aufrufen.

Apps und Software

KitKat mal anders

Als Betriebssystem kommt beim Sony Xperia Z3 das bewährte Android 4.4 KitKat aus dem Hause Google zum Einsatz. Wie die meisten Hersteller lässt es sich auch Sony nicht nehmen, der Oberfläche einen eigenen Stempel aufzudrücken. Hierbei finden sich sinnvolle Erweiterungen aber auch ein paar unkomfortable Lösungsansätze. So wurde unserem Geschmack nach der Entsperrbildschirm zu schlicht umgesetzt.

Hier gibt es nur die Uhrzeit, das Datum und eine Verknüpfung zur Kamera. Letztere ist sicherlich bei Smartphones ohne Kamerataste sinnvoll, hier wirkt das Ganze aber etwas unnütz. Wenn man die Kamerataste nämlich lange gedrückt hält kann man auch aus dem Standby-Modus heraus direkt komfortabel Fotos schießen. Die Benachrichtungsleiste bietet praktische Schnellzugriffe, die sich auch rasch personalisieren lassen.

Ärgerlich ist hingegen das Fehlen einer Verknüpfung für die Systemeinstellungen in dieser Zeile, man muss umständlich in die App-Schublade, um zu den Einstellungen zu gelangen. Homescreens gibt es fünf an der Zahl. Jeder einzelne lässt sich mit Minianwendungen (Widgets) und Verknüpfungen personalisieren. Mit der bekannten Zweifingergeste kann man zwischen einer nett animierten Vorschau der Bildschirme blättern und die Designs, Widgets, Apps und Hintergründe lassen sich mit einem Touch ändern.

Die Menüs heben sich optisch und von der Gestaltung her vom Standard des Betriebssystems ab, so dass man etwas Einarbeitungszeit benötigt. Dennoch hat Sony dies besser gelöst, als so manch anderer Hersteller, bei dem man sich im Einstellungs-Dschungel schnell verloren fühlt. Das Xperia Z3 wäre kein vollwertiges Sony-Smartphone ohne die passenden Apps. Deshalb findet man auch die bekannten Vertreter wie Walkman, PlayStation und eigene Lösungen für das Bilderalbum und Filme.

Mit Smart Connect kann man auswählen, wie sich das Handy beim Anschließen von speziellem Zubehör verhalten soll und eine Garmin-Navigationslösung wird Autofahrer begeistern. Für Fitness-Fans wurde Livelog integriert und eine Taschenlampen-App ist ebenfalls vorhanden. Dies ist nur ein Teil der vorinstallierten Apps. Diese sind zwar teils recht praktisch, rauben zu Beginn aber auch schon etwas Speicherplatz.

Die Software-Menütasten reagieren ohne Probleme und werden auch nur dann eingeblendet, wenn sie wirklich benötigt werden. Leider hat das Gerät keinen Infrarot-Sender, womit man auf eine Universalfernbedienung verzichten muss. Auch HDMI gibt es nicht, drahtlos lassen sich Bildschirminhalte aber auf kompatiblen Smart TVs wiedergeben.

Die Kamera im Fokus

Sorgt der neue Sensor für Höchstleistungen?

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Sony hat zwar nichts an der Megapixelanzahl im Vergleich zum Vorgänger Xperia Z2 verändert, doch im Xperia Z3 steckt dafür ein neuer Sensor. Ist das nur ein Marketing-Gag oder wurde hier tatsächlich eine verbesserte Technik realisiert? Ein Wort zur Bildqualität fällt uns spontan ein: Beeindruckend! Sony setzte von Jahr zu Jahr die Messlatte bei den Smartphone-Optiken höher, kein Wunder, so überzeugen die Japaner doch schon seit einer Ewigkeit mit ihren eigenen Kameras.

Trotzdem bringen einen die Ergebnisse des Xperia Z3 zum Staunen über das, was mit so einer kleinen Linse möglich ist. Für viele Begebenheiten macht das Handy sogar die Mitnahme einer Kompaktkamera überflüssig. Die mit dem Smartphone aufgenommenen Fotos überzeugen in erster Linie durch die Nähe zur Realität. Der Weißabgleich leistet gute Arbeit, es gibt kaum Verzerrungen und auch die Bildschärfe ist überzeugend.

Bis zu den Ecken hin sind die gezeigten Details auf einem hohen Niveau. Einzig an der Auslöseverzögerung hätte Sony noch etwas feilen können. Zwar ist das Sony Xperia Z3 keine Schnecke, es gibt jedoch Smartphones, die merklich schneller ein Foto einfangen. Eine intelligente Kamera-Automatik übernimmt von Werk ab das Zepter, wer aber lieber manuell Einstellungen wie den Weißabgleich oder den ISO-Wert für die Lichtempfindlichkeit einstellen möchte, kann das in den zahlreichen Optionen auch auswählen.

Hier findet sich ebenfalls ein separater Modus für die 4K-Filme. Es lassen sich also Videos in wahnwitzigen 3.840 x 2.160 Pixeln aufnehmen. Das klingt zwar sehr beeindruckend, doch es gibt noch nicht besonders viele Endgeräte mit solch einer Auflösung, auf die man die Filme in ihrer vollen Pracht betrachten könnte. Die Kamerataste zeigt sich als ein nicht zu unterschätzender Pluspunkt.

Dank ihr lassen sich sehr spontan Aufnahmen tätigen und die Bedienung fällt angenehmer aus, als mit dem Touchscreen. Zudem ist das Fokussieren dank der zwei Stufen der Tasten sehr bequem realisierbar. Der integrierte LED-Blitz überzeugt durch eine harmonische Ausleuchtung und fängt Bilder fast direkt wie im Display-Sucher gesehen ein. Da wir den Vorgänger Xperia Z2 nicht für einen Vergleich vorliegen haben können wir uns kein eigenes Bild über die Steigerung der Kamera-Performance machen.

Es bleibt aber festzuhalten, dass die Fotos des neuen Xperia Z3 von sehr guter Qualität sind. Die Frontkamera ist ebenfalls gelungen und nimmt auch bei schwächerem Licht brauchbare Fotos auf. Selfie-Fans werden also ebenfalls bedient.

Navigations-Check

Das Xperia Z3 als Navi-Ersatz

Heutzutage haben sich auch die verwendeten GPS-Chipsätze in den Smartphones deutlich weiterentwickelt. Trotzdem kommen diese nicht ohne Schützenhilfe durch das Internet aus. A-GPS ist das Zauberwort, eine Technik, die das mobile Internet oder WLAN zur Unterstützung bei der Standortbestimmung zu Rate zieht. Auch das Sony Xperia Z3 findet dadurch sehr schnell Empfang. Unser Standort war sogar unmittelbar nach dem Aufrufen von Google Maps verfügbar.

Die Bestimmung erfolgte auf unserem kleinen Ausflug auf wenige Meter genau. Auch ein etwas schlechteres Wetter brachte den Empfang nicht viel ins Stottern, doch der integrierte Kompass war anfänglich nicht ganz korrekt justiert und zeigte die falsche Richtung an. Nachdem dieser nachjustiert war war ein problemloses Navigieren aber gegeben.

Dennoch taugt auch das Sony Xperia Z3 nur als Notlösung, anstatt als vollwertiger Navi-Ersatz, denn ohne Internetverbindung dauert es lange, bis der Standort gefunden wird.

Internet und Telefon-Empfang

Datensprinter oder Netzschnecke?

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Sony hat leider den integrierten LTE-Standard nicht angehoben. Wie schon im Sony Xperia Z2 findet man auch im Sony Xperia Z3 LTE CAT4 wieder. Andere Geräte wie das Samsung Galaxy Alpha können schon mit LTE CAT6 aufwarten, bei dem 300 Mbit/s anstatt „nur“ 150 Mbit/s möglich sind. Doch auch diese Geschwindigkeit ist beachtlich – sofern man denn stabilen Empfang bekommt. Das neue Sony-Flaggschiff bekommt zwar an vielen Orten eine LTE-Verbindung, oft aber auf keinem hohen Niveau.

Die Balken huschen dann ab und an weg und man befindet sich wieder im UMTS-Modus. Das machen manche Konkurrenzmodelle besser. Sofern man aber LTE-Empfang hat und dieser auch stabil ist, kann man eine durchaus hohe Geschwindigkeit beim Xperia Z3 erwarten. Getestet wurde im Netz von O2. Die WLAN-Verbindung des Sonys konnte hingegen auf ganzer Linie überzeugen. Mit WLAN-ac bekommen Käufer den neuesten Standard und können mit einer hohen Übertragungsrate rechnen.

Der Empfang war via Router von Kabel Deutschland stets schnell und ohne Unterbrechung. Downloads konnten in einer hohen Geschwindigkeit getätigt werden und auch mit mehreren Wänden zwischen Router und Smartphone war ein Empfang noch vorhanden.

Akkulaufzeit

Über 3000 Gründe für eine gute Ausdauer

Das Sony Xperia Z3 kommt mit einem 3.100 mAh starken Energiespender daher. Das sind zwar 100 mAh weniger, als das Vorgängermodell Z2 vorweisen konnte, allzu sehr ins Gewicht sollte das aber nicht fallen. Man hat hier wirklich ein Kraftpaket vor sich, wenn es um das Durchhaltevermögen geht. Wir haben bei unserem Test der Akkuleistung das Display auf 80% Helligkeit gestellt und alle Funkverbindungen angeschaltet gelassen.

Hierbei kam ein beeindruckender Wert von 3 Tagen und 8 Stunden heraus. In diesem Zeitraum war das Display zu 4 Stunden und 47 Minuten eingeschaltet. Es wurden 3D-Spiele gespielt, das WhatsApp genutzt, im Internet gesurft und HD-Videos über YouTube wiedergegeben. Man sieht also, dass das Gerät eine enorme Energiereserve aufzuweisen hat. Selbst wenn man ein Hardcore-Gamer ist und vornehmlich 3D-Spiele spielt, sind bei 3 Spielstunden immer noch über 1 ½ Tage Standby möglich.

Es war also die richtige Entscheidung von Sony, auf ein Full-HD-Display und nicht auf eine 2K-Variante zu setzen. Mit letzterer wäre die Akkulaufzeit vermutlich deutlich kürzer ausgefallen. Schon das LG G3 hatte aufgrund der hohen Displayauflösung seine Probleme bei der Standby-Zeit.

Lohnt sich das Xperia Z3, wenn man bereits das Z2 hat?

Kurz und knapp: Nein. Die marginalen Änderungen rechtfertigen beim Besitz des Vorgängermodells keinesfalls die erneute Ausgabe einer hohen Summe. Zwar könnte der erhöhte Schutz vor Staub und Wasser für Sportler interessant sein, diesen raten wir dann aber eher zu einer Outdoor-Hülle des Smartphones. Diese schützt das Gerät nochmals besser und ist deutlich günstiger in der Anschaffung.

Auch die sonstigen Anpassungen wie an der Kamera oder der leicht erhöhte Prozessortakt sind keine Merkmale, die aus unserer Sicht für den Erwerb der nächsten Sony-Flaggschiff-Generation sprechen, sofern man das Z2 besitzt.

Fazit

Unsere abschließende Meinung zum Xperia Z3

Das Sony Xperia Z3 macht es einen nicht einfach. Hätte es kein Z2 gegeben würden wir wohl diverse Lobeshymnen singen, aber so bleibt die volle Euphorie etwas aus. Zu wenig Neues kann man entdecken. Dennoch begeistert auch bei diesem Modell die Kamera, die Akkulaufzeit ist eine Wucht und das Display nahezu perfekt. Das Ganze wird abgerundet von einer Prozessorleistung, die allen Ansprüchen auch in absehbarer Zukunft noch genügen sollte.

Wer also das Sony Xperia Z2 ausgelassen hat und nun mit dem Nachfolger liebäugelt, kann das Gerät definitiv auf seine Einkaufsliste setzen. Für längere Trips übers Wochenende ist man dank Marathon-Akku gewappnet, und Hobby-Fotografen können in den meisten Fällen sogar ihre Kompaktkamera Zuhause lassen. Durch die flache Bauweise passt das Xperia Z3 zudem in jede Hosentasche.

Einzig beim Modem besteht Verbesserungsbedarf, denn sowohl bei der Telefonie als auch beim Surfen über LTE gibt es hin und wieder Störungen. Das Sony Xperia Z4 wird sicher auch nicht mehr lange auf sich warten lassen. Es wird von einer Veröffentlichung im April 2015 in der Gerüchteküche gemunkelt. Diesmal wird ein deutlicherer Sprung bei der Technik vorausgesagt. Wir sind gespannt, ob dieses Gerät für einen größeren „Wow-Effekt“ sorgen wird.



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