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Samsung Galaxy Alpha Test

Samsung Galaxy Alpha
Das neue Galaxy Alpha Charcoal von Samsung sieht zwar aus wie ein Smartphone – aber was sich wirklich dahinter verbirgt, ist Stil und Klasse.Bewertung:55

Es herrscht nach wie vor ein Glaubenskrieg zwischen Apple- und Andoid-Fans. Doch beide Systeme haben objektiv betrachtet ihre Vor- und Nachteile. Bei den iPhones hat man eine harmonisch aufeinander abgestimmte Infrastruktur, mit einer Software die nahezu perfekt mit dem Gerät zusammenarbeitet. Bei Android hingegen verzaubert viele Technik-Freaks die Möglichkeit, sich ihr Betriebssystem so zurecht zu basteln, wie sie es gerne haben möchten.

Doch viele Smartphones mit dem grünen Roboter wirken leider nicht allzu hochwertig. Samsung wagte mit dem Galaxy Alpha nun einen Schritt, durch eine vorbildliche Verarbeitung ein bisschen iPhone-Feeling in die Android-Welt zu bringen und damit quasi beide Parteien glücklich zu machen. Deshalb wird dieses Smartphone auch als direkter Gegner des Apple iPhone 6 positioniert und soll eine würdige Alternative sein.

Wir wollen in diesem ausführlichen Testbericht erörtern, ob dieses Vorhaben gelungen ist oder ob sich Samsung da zu viel vorgenommen hat.

Ausgepackt und angeschaut

Wie ist der erste Eindruck?

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Das Galaxy Alpha hat Samsung zum Umdenken inspiriert. Dominierte zuvor Kunststoff die Designlinie des südkoreanischen Herstellers, so möchte man diesen Aspekt zum Teil Vergangenheit werden lassen. Zwar bekommt man hier kein Smartphone mit Unibody-Aluminium-Gehäuse, aber immerhin ist dieses Gerät das erste Galaxy mit einem Metallrahmen. Diese Aluumrandung ist auch keine schnöde Zierleiste, sie ist sehr dick und dient mit den Applikationen an den Gehäuseecken als Blickfang.

Doch nicht nur das seitliche Aluminium fühlt sich hochwertig an, die saubere, geradezu perfektionistische Verarbeitung des Galaxy Alpha setzt sich am ganzen Gehäuse fort. Zwar besteht die Rückseite aus einem Kunststoff, dieser ist aber weich, fühlt sich hochwertig an und sorgt zudem für einen sicheren Halt. Des weiteren birgt diese Bauart den Vorteil, den Energiespender bei Bedarf wechseln zu können. Als Bedienelemente findet man links eine Lautstärkewippe und rechts den Ein-/Ausschalter.

Beide Tasten sind ebenfalls aus Aluminium gefertigt und unterstreichen den hochwertigen Aspekt des Smartphones. Auf der Vorderseite findet man die Hometaste wieder, welche zusätzlich über einen Fingerabdrucksensor verfügt. Links und rechts von diesem Knopf gibt es je eine Sensortaste für Multitasking und um eine Ebene zurück zu gelangen. An der Unterseite findet man eine Lautsprecherbox und den Micro-USB-Anschluss.

Auf der Oberseite wurde schließlich der 3,5-Millimeter-Klinkenanschluss für Kopfhörer integriert. Kameras besitzt das Samsung Galaxy Alpha zwei an der Zahl, vorne findet man eine 2,1-Megapixel-Optik für Selfies und Videochats und hinten gibt es eine 12-Megapixel-Ausführung, welche mit der ISOCELL-Technik des Galaxy S5 daher kommt.

Die Möglichkeit, Videos im hohen 4K-Verfahren, was einer Auflösung von irrsinnigen 3840 × 2160 Pixeln entspricht, aufzunehmen, teilt sich das Alpha ebenfalls mit dem großen Samsung-Flaggschiff. Der haptische Eindruck des Gerätes ist geradezu genial. Es gab wohl zuvor kein Smartphone dieses Herstellers, was sich so hochwertig und trotz unterschiedlicher Materialien wie aus einem Guss angefühlt hat. Zudem ist das Galaxy Alpha mit nur 114 Gramm angenehm leicht und passt dank lediglich 6,7 Millimetern Dicke praktisch in jede noch so schmale Hosentasche.

Die Verpackung des Smartphones wahrt diese edle Anmutung leider nicht. Sie kommt in einem unspektakulären, beigen Ton daher, auf der Oberseite sieht man den Namen des Smartphones, garniert mit einem großen „A“. Dreht man die Pappbox um sieht man schließlich die Spezifikationen des Gerätes. Bei einem Smartphone, welches das Prestige-Feeling eines iPhones verbreiten möchte, hätte man sich hier mehr ins Zeug legen können.

Beim Zubehör liefert Samsung das Wichtigste mit. Man erhält ein Micro-USB-Kabel, einen Netzadapter, In-Ear-Kopfhörer, Ersatz-Ohraufsätze und eine Schnellanleitung. Bei dem hohen Preis hätten wir noch ein Mikrofaserputztuch oder eine simple Schutzhülle nett gefunden. Davon abgesehen hat Samsung aber alles mitgeliefert, was man zum reibungslosen Betrieb benötigt.

Die Technik des Galaxy Alpha

Was steckt unter der Haube?  

Die beiden Highlights des Gerätes, neben der genialen Verarbeitung, sind zweifelsohne der Chipsatz und das Modem. Angetrieben wird das Galaxy Alpha von einem pfeilschnellen Exynos 5430 aus Samsungs eigener Fertigung. Dazu gesellt sich eine potente Mali T628 MP6-Grafikeinheit. Das Modem kommt von Intel und bietet die Möglichkeit, LTE der Kategorie 6 zu realisieren. Dies ist der aktuell höchste Standard beim mobilen Internet, wodurch eine Datentransferrate von bis zu 300 Mbit/s realisiert werden kann. Derzeit mangelt es aber noch am passenden Netzausbau hierzulande. Hier nun eine Übersicht der technischen Daten des Samsung Galaxy Alpha

  • 4,7 Zoll Display mit 1.280 x 720 Pixel (312 ppi)
  • Exynos 5430 Octa-Core-Chipsatz (4x 1,8 Gigahertz Cortex A15 und 4x 1,3 Gigahertz Cortex A7)
  • 2 GB RAM
  • 32 GB interner Speicher (kein Speicherkartenschacht)
  • 12-Megapixel-Kamera hinten, 2.1-Megapixel-Kamera vorne
  • WLAN mit schnellem ac-Standard, Bluetooth 4.0, A-GPS, 3G, 4G
  • Micro-USB, 3.5-Millimeter-Klinkenanschluss
  • Nano-SIM-Kartenschacht
  • 1.860 mAh umfassender Akku (austauschbar)
  • Android 4.4.4 KitKat mit TouchWiz
  • Fingerabdrucksensor, Pulsmesser

Anhand dieser technischen Daten sollte schon bewusst werden, dass es sich hierbei mitnichten um ein Mittelklassegerät handelt, sondern um ein Highend-Smartphone in kompakter Bauweise. Doch das tollste Datenblatt nutzt nichts, wenn das Gerät die verbauten Komponenten nicht zufriedenstellend verwendet. In unserem über eine Woche andauernden Alltagstest haben wir deshalb das Samsung Galaxy Alpha auf Herz und Nieren geprüft.

Das Display

Muss Full-HD wirklich sein?

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Man lässt sich als Käufer gerne von nackten Zahlen blenden, ohne zu berücksichtigen, ob diese auch tatsächlich einen Mehrwert bieten. „Mehr ist gleichbedeutend mit besser“, möchte uns die Werbung suggerieren, doch das ist nicht immer korrekt. Viele schrecken schon beim Galaxy Alpha zurück, weil es „nur“ über eine HD-Auflösung beim Display verfügt und mittlerweile schon Displays mit 2K-Pixeldichte auf dem Markt sind. Doch der Bildschirm des Alphas misst nur 4,7 Zoll in der Diagonale.

Von daher ist es auch nicht notwendig, den Akku unnötig mit einer Auflösung zu belasten, welche man sowieso im Alltag kaum bemerken würde. Selbst Full-HD wäre hier grenzwertig, von daher war Samsungs Entscheidung, auf den 720p-Standard zu setzen vollkommen richtig. Durch die Super-AMOLED-Technik kommen Farben sehr lebendig rüber und die Kontraste sind schier unendlich.

Das Panel-übliche Verfahren bringt es zudem mit sich, dass das dargestellte Schwarz auch tatsächlich Schwarz ist und nicht wie bei der LCD-Konkurrenz ein dunkles Grau. Dies macht sich vor allem beim Lesen positiv bemerkbar. Die Auflösung von 1.280 x 720 Pixel erweist sich beim Galaxy Alpha nicht als Nachteil. Doch eine Eigenheit der Super-AMOLED-Displays ist die sogenannte PenTile-Matrix.

Diese bewirkt ein etwas grobkörniges Aussehen kleiner Objekte auf dem Bildschirm, was man vor allem merkt, wenn man sich eben jenen aus nächster Nähe betrachtet. Im Alltagsgebrauch fällt dies aber kaum ins Gewicht. Die maximale Helligkeit ist genauso wie die Stabilität der Blickwinkel zudem tadellos. Sonneneinstrahlung ist auch kein großer Feind des Alphas, selbst bei direktem Sonnenlicht beeinflusst das die Handhabung des Smartphones nicht wesentlich.

Auf Eingaben reagiert Samsungs Zwerg fix, an jeder Stelle des Touchscreens ist stets eine genaue Umsetzung der Nutzereingaben gegeben und auch das populäre Multitouch funktioniert problemlos.

Sound und Telefonie

Akkustikwunder trotz schmaler Form?

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Sicher wirkt es zweifelhaft, ob man einen halbwegs brauchbaren Klang einer Box entlocken kann, welche auf nur 6,7 Millimetern Platz finden muss. Doch auch bei der Klangqualität weiß das Galaxy Alpha zu gefallen. Der Ton ist sehr klar und deutlich, ein Rauschen oder Verzerren kann man nicht vernehmen. Da das Smartphone den Lautsprecher an der Unterseite hat, kann man das Gerät auch problemlos zur Musikbeschallung beim Arbeiten auf den Tisch legen.

Durch die schmale Form vibriert das Smartphone etwas auf den höchsten Lautstärkestufen, dies ist im Alltag aber nicht weiter störend. Erfreulich ist zudem, dass selbst beim Pegelende keine Verzerrung des Tons zu vernehmen ist. Was man beim Spielen mit dem Gerät allerdings beachten sollte, ist die Positionierung des linken Zeigefingers. Wenn man diesen unbedacht zu weit nach oben legt, verdeckt man die kleine Lautsprecherbox, wodurch der Ton nur noch dumpf herüber kommt.

Das ist aber nur ein kleines Manko und trübt das sonst positive Gesamtbild kaum. Telefonieren gestaltet sich mit Samsungs kleinem Flaggschiff ebenfalls als komfortabel. Der Klang aus der kleinen Hörmuschel ist klar und deutlich und wird in ausreichender Lautstärke wiedergegeben. Unsere Gesprächspartner verstanden uns sehr gut und auch wir wurden bei unserem Gegenüber stets problemlos wahrgenommen.

Der Performance-Check

Schneller Zwerg oder lahmer Winzling?

Samsung geht mit dem Galaxy Alpha auf internationaler Ebene einen bisher ungewohnten Weg. Gab man zuvor Qualcomm mit den Snapdragon-Chipsätzen meist den Vorzug, kommt auch hierzulande dieses Smartphone mit dem hauseigenen Exynos 5430-Chipsatz daher. Dieser verfügt über insgesamt 8 Kerne, welche in zwei Vierergruppen unterteilt wurden. Die vier Cortex-A15-Kerne mit je 1,8 Gigahertz werden bei starker Beanspruchung eingesetzt.

Wenn es gemächlicher zugeht, kann das Galaxy Alpha die vier Cortex-A7-Kerne mit je 1,3 Gigahertz aktivieren. Ist das nun also ein doppelter Quad-Core oder ein richtiger Octa-Core? Wenn man es genau betrachtet, beides. Denn der Chipsatz hat die Möglichkeit alle 8 Kerne, trotz unterschiedlicher Architektur, bei extremer Belastung auf einmal einschalten zu können. Dies funktioniert allerdings nur kurze Zeit. Dennoch sollte das ein Indiz dafür sein, dass das Galaxy Alpha über genügend Leistungsreserven verfügt.

Das unterstreicht auch der recht üppige Arbeitsspeicher von 2 GB RAM. Im Alltagsgebrauch wird man von dem kompakten Smartphone auch nicht den Hauch eines Rucklers vernehmen. Sowohl die Homescreens, als auch die Menüs und die installierten Apps laufen butterweich. Doch solch ein Smartphone konfrontiert man dann mit härteren Aufgaben, beispielsweise Leistungsbenchmarks. Diese Programme dienen dazu, die Prozessorleistung, Grafikleistung und weitere Aspekte des Mobilgerätes zu messen und mit Konkurrenzprodukten zu vergleichen.

Das Galaxy Alpha enttäuschte beim Benchmark AnTuTu keineswegs – im Gegenteil. Bei diesem sehr populären Programm (über 10 Millionen Downloads) erreichte unser Testgerät sogar den 10. Platz der weltweiten Rankings. Auch weitere Benchmarks wie Quadrant Standard Edition und 3DMark bescheinigen eine sehr gute Leistung. Wenngleich bei letzterem und auch manchen anderen Tests, welche eher die grafische Leistung erörtern, das Ergebnis etwas hinter den Erwartungen zurücklag.

Generell kann man aber sagen, dass das Galaxy Alpha meist um die 10% bis 20% schneller agiert, als das große Flaggschiff aus eigenem Hause, namentlich das Galaxy S5. Auch bei Videos in hoher Auflösung, beim Ansteuern großer Internetseiten und beim Spielen aufwändiger 3D-Games war das Smartphone nicht in die Knie zu zwingen.

Apps und Software

Was bietet uns das modifizierte KitKat?  

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Samsung zeigte sich auch bei der verwendeten Software spendabel und installierte die derzeit aktuellste Android-Version 4.4.4 KitKat. Diese sorgt für ein sehr flüssiges Arbeiten mit dem Mobilgerät und für eine aufgeräumte Oberfläche. Von dieser ist aufgrund Samsungs Anstrich aber kaum noch etwas zu erkennen. Wie gehabt hat es sich der Hersteller nicht nehmen lassen, Googles mobiles Betriebssystem mit der eigenen TouchWiz-Oberfläche zu individualisieren.

Zwar bietet diese viele nützliche Funktionen, erschlägt Einsteiger aber förmlich mit dieser Menü- und Optionsvielfalt. Man braucht eine gewisse Einarbeitungszeit, um mit dem System zurecht zu kommen, doch dann offenbart sich einem eine ausgeklügelte Struktur, bei der man jede Funktion dort findet, wo man sie erwartet. Der Entsperrbildschirm bietet eine Wetteranzeige mit Temperatur und kann mit einem persönlichen Hintergrundbild angepasst werden.

Homescreens an sich gibt es drei an der Zahl, wenn man ganz nach links streicht kommt man zum Bereich „My Magazin“. Hier kann man sich mit ausgewählter Lektüre auf dem Laufenden halten. Die App-Schublade bildet alle installierten Programme ab, welche sich sogar in Ordnern einsortieren lassen. Samsung selbst installierte die Anwendungen „pizza.de“, „HRS Hotels“, „kaufDA“, S-Studio“, „GALAXY Apps“, den Dateimanager „Eigene Dateien.“, die Fitness-App „S Health“und Programme von „Zalando“, und „Dropbox“.

Mit „Flipboard“ erhält man abschließend eine weitere Möglichkeit, sich mit Nachrichten zu versorgen. Manche Apps sind durchaus nützlich, andere hingegen dienen lediglich dem Werbezweck. Diverse Minianwendungen für die Homescreens, genannt Widgets, nebst mehreren Hintergrundbildern und Klingeltönen legte Samsung ebenfalls noch bei. Besonders spannend empfanden wir die Möglichkeit des Entsperrens per Fingerabdruck.

Das gab es zwar schon bei anderen Geräten wie dem Galaxy S5, es ist jedoch ein großer Mehrwert bei der Sicherheit.

Die Kamera im Fokus

Kompaktkameraersatz oder Billigknipse?  

Das Megapixel-Wettrennen hat längst auch in die Smartphone-Welt Einzug gefunden. Sonys Geräte beispielsweise protzen mit 20,7 Megapixeln, was auf viele potentielle Käufer die 12 Megapixel des Samsung Galaxy Alpha nicht mehr allzu attraktiv wirken lässt. Doch auch hier greift der Slogan „Mehr ist nicht immer besser“. Besonders bei Kameras kommt es eher auf die verbaute Technik, den Sensor und die Optik an.

Samsung konnte mit der Knipse des Galaxy S5 schon begeistern und dessen ISOCELL-Kameratechnik findet man auch im Alpha wieder – nur eben mit 12, anstatt mit 16 Megapixeln. Das Ergebnis spricht Bände. Die Fotoqualität steht der des großen Flaggschiff-Bruders in nichts nach. Bei gutem Wetter kann man also ohne Bedenken seine schwere Kompaktkamera Zuhause lassen und sich lediglich auf dieses Smartphone verlassen.

Vor allem die Farbgenauigkeit begeistert und fängt die Stimmung der Szenen tatsächlich so ein, wie sie der Fotograf mit eigenem Auge sieht. Die Kontraste sind ebenfalls gelungen und ein Überstrahlen bei zu viel Sonnenlicht gibt es selten. Positiv macht sich auch die Auslöseverzögerung bemerkbar, mit dem Galaxy Alpha hat man stets schnell ein Bild geschossen und verpasst somit kein wichtiges Motiv. Die generelle Schärfe ist durchaus gut, bei Fotos aus naher Distanz aber besser, als bei Panoramaaufnahmen.

Der eingebaute Blitz reicht, wie von anderen LED-Artverwandten gewohnt, um Objekte aus kurzer Distanz auszuleuchten. Allzu sehr auf dieses Hilfsmittel verlassen sollte man sich aber nicht. Ein digitaler Bildstabilisator wirkt verwackelten Aufnahmen entgegen und wer selbst Hand anlegen möchte, bekommt genug Optionen. Messmethode, Belichtungswert, ISO und viel mehr lassen sich in der Kamera-Anwendung einstellen.

Die vordere Kamera nimmt Videos mit HD oder Full-HD auf und die Hauptkamera kann sogar Filme mit 4K-Auflösung festhalten. Doch dies ist derzeit wohl mehr Spielerei, da Fernsehgeräte und Monitore mit dieser Auflösung nicht sehr weit verbreitet sind. Witziges Gimmick: Mit der Dual-Camera-Funktion lassen sich Fotos und Videos mit beiden Kameras gleichzeitig aufnehmen.

Navigations-Chek

Kann das Navi Zuhause bleiben?  

Der GPS-Navigationschip des Samsung Galaxy Alpha hat uns positiv überrascht. Selten hat ein Mobilgerät so schnell einen Satfix gehabt. Unmittelbar nach dem Aufrufen der Applikation Google Maps war unser Standort gefunden – und das haargenau. Auch der Kompass verrichtete anstandslos seinen Dienst und bekam umgehend mit, in welcher Richtung uns wir drehten. Doch nicht nur der extrem fixe Satfix weiß zu begeistern, auch das Navigieren an sich verlief durchaus problemlos.

Es gab auf unserer kleinen Testfahrt keine Verbindungsabbrüche und unser Standort wurde nahtlos verfolgt und genau aktualisiert. Das liegt aber auch am guten Internetempfang des Gerätes. Denn ohne mobiles Internet oder WLAN zu Navigieren ist mit einem Smartphone eine Geduldsprobe. Da ist auch das Galaxy Alpha keine Ausnahme, ohne die Funktion „A-GPS“, also dem Verwenden des Mobilfunknetzes zur schnelleren Standortbestimmung dauert eben jene ziemlich lange.

Für Ausflüge in Gefilde, welche über keine gute Netzabdeckung verfügen ist auch beim Alpha ein richtiges Navigationsgerät vorzuziehen. Ansonsten kann man kleinere Ausflüge beruhigt mit diesem Smartphone wagen.

Internet und Telefon-Empfang

Surfspaß oder Empfangsflaute?

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Mit dem Standard IEEE 802.11ac hat Samsung dem Galaxy Alpha eine pfeilschnelle Dual-WLAN-Empfangseinheit spendiert. Das macht sich sowohl bei der Empfangsstärke, als auch beim Datendurchsatz bemerkbar. An Stellen an denen wir zuvor nur mäßigen Empfang bekamen kann das Galaxy Alpha hier mühelos eine brauchbare Verbindung herstellen und auch Downloads im heimischen Netz gehen fix von Statten. Es wurden sogar Netzwerke entdeckt, welche so manch anderem Smartphone verborgen bleiben.

Das Highlight ist aber ohne Zweifel das mobile Internet. Denn hier wurde ein Intel-Modem integriert, welches mit dem derzeit schnellsten LTE-Standard Kategorie 6 ausgestattet wurde. Theoretisch kann man damit eine Downloadrate von bis zu 300 Mbit/s erreichen und eine Uploadrate von bis zu 50 Mbit/s. Doch in Deutschland wurde der Netzausbau leider noch nicht soweit realisiert. In absehbarer Zukunft hat man jedoch mit dem Galaxy Alpha ein Gerät, welches mit Lichtgeschwindigkeit ins mobile Internet gehen kann.

Doch auch ohne diesen Turbo zeigt sich dieses Smartphone rasant. LTE-Empfang ist an vielen Stellen möglich und wird dann auch mit einer entsprechend fixen Verbindung umgesetzt. Der Telefonieempfang war ebenfalls vorbildlich. Es gab zu keinem Zeitpunkt während des Tests Verbindungsabbrüche oder größere Störungen.

Akkulaufzeit

Hat Samsung hier zu viel gespart?  

Neben der Displayauflösung kratzten sich viele Leute auch bei der Akkukapazität skeptisch am Kopf. In der heutigen Zeit muten 1.860 mAh etwas wenig an. Doch Samsung steuert auf zwei Wegen dem hohen Energiehunger entgegen. Zum einen verbaute man das stromsparende Super-AMOLED-Display und zum anderen ist auch der Exynos 5430 als Akkuschoner bekannt. Beides zusammen ermöglicht dann eine Laufzeit, die man sicher von einem Gerät mit einem derartigen Akku nicht erwartet hätte.

Das Samsung Galaxy Alpha hielt bei unserem Akkutest 28 Stunden im Standby durch. Dabei war das Display 3 Stunden aktiviert bei 90% Helligkeit. Während dieser Zeit wurde auf großen Seiten im Internet gesurft, im WhatsApp geschrieben und aufwändige 3D-Spiele gespielt. Im Direktvergleich mit einem Asus PadFone 2, auch mit einem 4,7 Zoll HD-Display, zog dieses eindeutig den Kürzeren – und das, obwohl dieses Gerät einen Energiespender mit 2.140 mAh besitzt.

Dem PadFone 2 ging bei gleicher Nutzung schon nach 20 Stunden die Luft aus. Man kommt also problemlos mit dem Galaxy Alpha über einen Tag, selbst bei sehr intensiver Nutzung. Wenn man das Smartphone eher selten nutzt sollten gar zwei bis drei Tage Standby problemlos drin sein.

Brudervergleich

Samsung Galaxy S5 und Galaxy Alpha  

Da Samsung nun quasi zwei Flaggschiffe auf dem Markt hat, ist die Verwirrung wohl recht groß, zu welchem Gerät man denn nun greifen soll. Beide Smartphones haben Vor- und Nachteile. Das Galaxy S5 hat ein 5,1 Zoll großes Display mit Full-HD-Aufllösung, einen Speicherkartenschacht und einen Staub- und Wasserschutz auf der Habenseite. Außerdem hat das Samsung Galaxy S5, dank des eingebauten Infrarotmoduls, die Möglichkeit, als Universalfernbedienung für das Heimkino verwendet werden zu können.

Das Galaxy Alpha kann dafür mit dem kompakten und hochwertigen Gehäuse, dem schnelleren Chipsatz und dem zukunftssicheren LTE-Modem punkten. Was einem nun wichtiger ist, muss jeder für sich entscheiden.

Fazit

Wir hatten nun über eine Woche Zeit, uns das Samsung Galaxy Alpha genauer anzuschauen. Zu welchem Schluss sind wir nun gekommen? Das Gerät hat eindeutig mehr gehalten, als es versprochen hat. War man vor allem wegen der Plastikrückseite und des zu mager anmutenden Akkus besorgt, hat sich keines dieser Merkmale als Nachteil herausgestellt. Im Gegenteil, die Rückseite wirkt sehr hochwertig und der Akku hält länger, als gedacht.

Einzig beim Display muss man Abstriche hinnehmen. Nicht aufgrund der Auflösung, welche für 4,7 Zoll durchaus ausreichend ist, sondern wegen der verwendeten Technik. Die PenTile-Matrix sorgt dafür, dass manche feinen Details etwas grobkörnig beim genauen Hinsehen erscheinen. Im Alltagsgebrauch fällt das allerdings nur sehr selten auf. Ein weiterer Wermutstropfen ist der nicht erweiterbare Speicher von 32 GB.

Davon sind noch knapp 26 GB für den Nutzer frei. Hier muss man also abwägen, ob einem dies ausreicht. Die Prozessorleistung und das starke Intel-Modem, welches für LTE der Kategorie 6 gerüstet ist, sind wohl, neben der Verarbeitung, die Hauptargumente für dieses Gerät. Wenn man ein kompaktes Smartphone möchte, welches absolut zukunftssicher in der Leistung und beim mobilen Internet ist, macht man mit dem Samsung Galaxy Alpha absolut nichts falsch.



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