Mit diesem Artikel möchten wir einen Überblick zu aktuellsten Technologien geben, die die Zukunft für die neuen Handys bereithält: GPS: Microsoft entwickelt die Orientierung ohne Navigations-Satelliten mit mathematischer Sensorauswertung von Wegedaten im Handy. Bilderkennung: Intelligente Handy-Software zur Gefahrenwarnung im Straßenverkehr von der Uni Kassel verhindert Unfälle. Lokalisierung: Von Facebook, das nun bald den Aufenthaltsort seiner Teilnehmer zeigt, bis zum Iris-Scanner, der dann wirklich alles weiß.
29 Prozent aller Apps sind behaftet mit zuviel Neugier – sie greifen unbemerkt von ihren Anwendern auf Ortsangaben zu, berichtet Technology Review. Dazu untersuchte das amerikanische Handy-Sicherheits-Software-Unternehmen Lookout 300.000 Apps. Beim iPhone ist dieser Prozentsatz sogar noch höher und liegt bei 33%. Mehr als 14% der Apps versuchen sogar, Kontaktadressen zu lesen und die im Internet an die Dritthersteller der Software-Tools, also der Frameworks, die bei 47% der Apps zu deren Konstruktion verwendet werden, weiterzuleiten. All diese Fakten enthalten die Beschreibungen der App-Anwendungen natürlich nicht. So werden Sicherheitslücken bei den Android-Handys und bei Apple-Handys ausgenutzt, deren Risiken in den Stores von Apple und Google selbst trotz genauer Kontrollen und Warnungen nie ganz auszuschließen sind. Für den Anwender besteht dann die Gefahr, daß das Handy von Angreifern übernommen werden kann – kein schöner Gedanke! Deshalb sollte man nie wahllos alle möglichen Apps laden, sondern sich schon die Mühe machen, etwas genauer zu prüfen, was man wirklich braucht und was die App wirklich leistet.
200.000 Android-Smartphones
werden täglich weltweit aktiviert. Das bedeutet, daß jede Sekunde mehr als zwei Android-Mobiltelefone verkauft werden, oder etwas genauer noch: aller zwei Sekunden kommen 5 neue Smartphones dazu. Damit wurde eine Verdopplung der Anzahl der verkauften Smartphones mit dem Google-Betriebssystem innerhalb zweier Monate erreicht.
Der weltweite Anteil dieser Android-Handys ist so auf 17%, in den USA sogar auf 34% gewachsen, und insgesamt damit um satte 886% im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Auf diese Weise hat Apple trotz 3 Millionen verkaufter iPhone 4 an Boden verloren und der ehemalige Spitzenreiter seit immerhin drei Jahren in Folge, RIM, mit seinen BlackBerry-Handys ebenfalls. Gewinner dieser Entwicklung sind das Motorola Milestone, sowie das HTC Desire und das Samsung Galaxy S.
Mitte November wird der US-Provider “Sprint” für den amerikanischen Mobilfunkstandard CDMA das Palm Pixi als zweites Handy nach dem Palm Prè auf den Markt bringen, das mit dem Betriebssystem webOS arbeitet. Es ist zwar etwas kleiner und schmaler mit einem etwas kleineren Display und muß leider auch ohne WLAN auskommen, ist aber im Bedienkomfort seinem großen Bruder durchaus ebenbürtig und kostet dafür auch nur etwa Zweidrittel vom Prè.
Eine GSM/EDGE-Version für Europa soll in Planung sein.
Nach der Möglichkeit, Wander- und Radwege zu navigieren, können nun auch Wintersportler mit dem Gadget “Satski” für Android-Smartphones neue Abfahrts-Pisten und Ski-Lifte auf der Routenführung entdecken und Ihre Künste wie Abfahrtsgeschwindigkeit, absolvierte Höhenmeter, gelaufene Strecken usw. dokumentieren, natürlich Ihre genaue Position orten oder Verbindung zu Freunden oder wenn nötig zur Bergwacht aufnehmen. Und man kann sich auch interessante Landschaftsorte aufzeigen oder zur nächsten Jagertee-Tankstelle führen lassen. Na wenn das nicht genügend Gesprächsstoff für die Aprè-Ski-Party gibt?!
Forscher am Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) in Saarbrücken wollen ganz neue Anwendungswelten für das Smartphone schaffen, die im Beruf und der Freizeit hilfreich sein können.
Aus dem Handy soll eine Art Personal Trainer werden. Immer feinere Sensoren sind in der Lage, Laufgeschwindigkeit und Laufweg kontinuierlich zu erfassen und über eine Schnittstelle zu einem Herzfrequenzmessgerät auch Vitalwerte zu speichern. Der elektronische Fitnesstrainer analysiert dann die Daten beim Lauf, kann Empfehlungen geben und sogar geeignete Routen in der Nähe vorschlagen. Oder er organisiert ganz automatisch einen Lauftreff mit Freunden per Smartphone.
“In Zukunft erwartet uns unser persönlicher Assistent, der uns in allen Lebenslagen aktiv und tatkräftig unterstützt, auf unserem Mobiltelefon”, glaubt Dirk Werth, der Leiter des Projektes.
Acer, HTC, LG, Samsung, Sony Ericsson und Toshiba kommen in den nächsten Tagen mit Handys auf den Markt mit der Bezeichnung “Windows phone“. Über 30 neue Windows phones in über 20 Ländern werden es sein.
Das Premiumpaket ”My Phone” versetzt den Nutzer als wichtigen Service in die Lage, sein Handy über das Internet zu sperren, Text auf dem Telefon zu hinterlassen, das Telefon laut klingeln lassen, selbst wenn nur Vibrationsalarm eingestellt ist, und die Möglichkeit, sämtliche Daten des Telefons zu löschen.
Und genauso interessant stehen insgesamt bereits 246 Programme zur Verfügung - in Zusammenarbeit mit 753 Partnern werden es aber bald noch viel mehr. Darunter Anwendungen wie Facebook, MySpace, Netflix, Twikini, WunderRadio und Zagat oder im Spielebereich Sudoku, Guitar Hero World Tour und die Pac-Man-Serie. Auf http://www.windowsphone.com/theme stellt Microsoft außerdem einen kostenlosen Service zur individuellen Gestaltung der Windows-Benutzeroberfläche zur Verfügung.
Erstmals hat Microsoft nach dem Vorbild von Apples iPhone auch einen Standby-Bildschirm integriert, der bei aktivierter Tastensperre erscheint.
Windows Mobile 6.5 – Das sind die Neuerungen
Mit der integrierten Multimedia-Plattform Flash Lite ist der mobile Internet Explorer auch in der Lage, Videos von YouTube und andere Flash-Inhalte wiederzugeben.
Der gestern angekündigte Adobe Flash-Player 10.1 steht wohl doch der ganzen Angebotspalette aller Smartphones zur Verfügung – zumindest fast. Mit exclusiven Flash-Tools können Entwickler auch für das iPhone die Apps bzw. Anwendungen programmieren, die genauso für die Betriebssysteme von Palm und Blackberry modifizierbar sind.
Glück gehabt: der Apfel fällt also doch nicht weit weg vom Smartbaum.
Der Flash-Player für das IPhone bzw. dessen Browser Safari ist leider immer noch nicht verfügbar. Hier lässt Apple wohl die Schotten dicht.