100 Millionen monatliche Google-Maps-Abrufe
registrierte der Suchmaschinen-Riese bei seinem Navigationsservice. Dies ist eine extrem gute Bilanz für den erst seit 2005 bestehenden mobilen Dienst. Das mobile Internet ist also immer weiter auf dem Vormarsch, was auch die Zahlen zur Versorgung mit Handys zeigen: 140 Geräte werden von 100 Nutzern verwendet – das ist eine enorme Zahl, die sogar noch weiter steigen soll, wie Marktforscher von Nielsen Wire errechneten.
Besitzer eines Smartphones mit dem Betriebssystem Android von Google haben in dem Navigationssystem einen der zuverlässigsten und noch dazu kostenlosen Service für die Lotsung per Auto oder auch zu Fuß an jeden Ort der Welt zur Verfügung. Geeignet dafür sind die Handys Acer Stream, HTC Wildfire, Samsung Galaxy S, Motorola Milestone XT720, Sony Ericsson Xperia X10, T-Mobile Pulse Mini oder Vodafone 845.
Mit diesem Artikel möchten wir einen Überblick zu aktuellsten Technologien geben, die die Zukunft für die neuen Handys bereithält: GPS: Microsoft entwickelt die Orientierung ohne Navigations-Satelliten mit mathematischer Sensorauswertung von Wegedaten im Handy. Bilderkennung: Intelligente Handy-Software zur Gefahrenwarnung im Straßenverkehr von der Uni Kassel verhindert Unfälle. Lokalisierung: Von Facebook, das nun bald den Aufenthaltsort seiner Teilnehmer zeigt, bis zum Iris-Scanner, der dann wirklich alles weiß.
Noch immer gibt es Menschen, die die Raumfahrt für eine überflüssige Kraftanstrengung mit noch dazu viel zu hohen Kosten halten. Aber diesen Standpunkt teilen sicher nur noch Wenige. Den Meinungsumschwung hat vor allem wohl auch die sogenannte Positionsortung durch Satelliten, die mobile Navigation, geschafft.
Erste Urteile sind zur Beta-Version von Googles Navigationssoftware schon gefällt, das von Gizmodo ist das klarste:
Vorerst nur in den USA und nur mit Android 2.0 kann man sich von seinem Handy den Weg weisen lassen. Zunächst also vom Motorola Droid, aber es werden sicher bald immer mehr. Auch das iPhone von Apple soll diese Anwendung zukünftig implementieren können, wie gemunkelt wird.
Die Funktionen der Google-Navigation sind zunächst dieselben wie bei den bekannten Geräten, also Ziel eintippen oder auch ansagen, das versteht das Navi auch. Es weiß nicht nur Straßennamen, sondern auch die von Restaurants und Geschäften oder führt zu Ausstellungen und Veranstaltungen. Die geplante Route wird im Zwischenspeicher abgelegt und man kann sich dann offline weiter orientieren. Einzige Voraussetzung ist deshalb: Beim Start muß unbedingt für die Routenplanung die GPS-Verbindung stehen. Die Darstellung der Verkehrswege mit dem sog. Layer ist entweder ein gezeichneter Plan oder sie kann als Hybridbild die Photoansicht der befahrenen Straßen zeigen. Dabei gibt es auch eine Anzeige zur Verkehrsdichte und bei Bedarf eine günstigere Strecke. Häufig abzufragende Zielorte kann man sich auch gleich als Icon auf dem Desktop ablegen.
Also das klingt doch sehr durchdacht und nützlich sowieso. Und auch in der Handhabung ist es den Schilderungen nach sehr gut bedienbar. Wieso ist es kostenlos?
Der US-Provider Verizon hat nun offiziell den Verkauf des neuen MOTOROLA-Handy’ namens “Droid” ab dem 6. November angekündigt. Es enthält zu dem vieldiskutierten Google-Android-Betriebssystem 2.0 dann sogar auch die kostenlose Google-Navigationssoftware, die allein schon für viel Aufsehen gesorgt hat. Die Orientierung wird sich damit wohl ändern: während bei den Herstellern der mobilen Navi-Geräte die Aktien geradezu den Bach runtergingen, hofft Motorola mit seinem Smartphone-Coup über den Berg zu kommen.