mobiles Internet

Jeder fünfte Mobilfunker surft mit seinem Smartphone auch im Internet und jeden Monat werden es 20 Millionen weltweit mehr. Klar, da gehen unheimlich viele Daten über die Sender. Den Mobilfunkanbietern wird das laut der “Financial Times Deutschland” zu viel, die Wirtschaftlichkeit ihres Sevices würde darunter leiden.
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52% der Deutschen wollen bei Google keine Außenansicht ihrer Wohnung oder ihres Hauses sehen. Die Mehrheit unseres angeblich so hoch gelobten Technologielandes sträubt sich damit gegen einen Service, der nichts Verbotenes bereitstellt: die Fotos des öffentlichen Raumes. Es präsentiert sich hier das gesammelte Nicht-Wissen über das Internet an sich und über die Dienste, die ohnehin schon im Internet abrufbar sind und schon längst alles zeigen, wie zum Beispiel auch das Foto der drei Düsseldorfer Gegner vor ihren im Internet nun noch deutlicher sichtbaren Häusern. Und sie unterstützen damit genau die selbstzufriedenen Politiker in ihrer Polemik, die nichts dabei finden, wenn die Fluglinien die Daten ihrer innerdeutschen Fluggäste preisgeben müssen, immer mehr Überwachungskameras installiert werden, biometrische Daten auf Personalausweisen und lebenslange Steuernummern uns gänzlich einer Katalogisierung unterwerfen, Millionen Steuergelder für geklaute Daten von Bankkunden über die Finanzamt-Tresen gehen lassen, schon längst unsere Email-Daten speichern und mit Verboten über Verboten das Alltagsleben totregulieren. Hier outen sich wieder einmal die technikfeindlichen und radikal durchnormalisierten Ewiggestrigen als uninformierte Besserwisser, die nun nicht mehr nur gegen Gene, gegen Atome, gegen Klima, sondern auch gegen das Internet zu Felde ziehen und so Zukunftsängste schüren, die nur Demagogen nutzen kann. Schade, der moderne Mensch hat sich den Fortschritt hart erarbeitet und verdient, aber er zerredet und bremst ihn dann durch zunehmende Intoleranz doch wieder aus. Wir sind nicht viel mehr der Aufklärung gegenüber aufgeschlossen als zu Galileos Zeiten! Dabei hält die Moderne soviel Aufregendes und Interessantes parat, das es zum Vorteil aller Menschen und unserer Zukunft zu nutzen gilt!
50 Millionen Deutsche
über 14 Jahre sind mit dem Internet vertraut, das sind über zwei Drittel der Bevölkerung. Bei den unter 14jährigen Kindern wird der Anteil sicher sogar noch etwas höher sein. Deshalb ist zu vermuten, daß vielleicht in nur noch wenigen Jahren diese Zahl bis knapp an die 100% herangehen wird. Damit hat das Internet dann bald eine genauso hohe Verbreitung wie das Fernsehen erreicht. Oder Internet ist dann Fernsehen, es wird da keine Grenze mehr zu ziehen sein zwischen diesen beiden Medien.
Leider wurde in dieser Untersuchung keine Zahl angegeben zu den Mobilsurfern mit einem Video-Handy. Auch diese Zahl nimmt ja ständig zu. Schließlich werden wir uns sicherlich bald gar nicht mehr so richtig bewußt sein, wie oft wir dann neue Handys auch für das Internet unbemerkt nutzen. Unterwegs Zeitung lesen, Radio hören, den Weg zeigen oder Restaurantempfehlungen geben lassen, Sportergebnisse kurz durchsehen, Sehenswürdigkeiten erklärt bekommen und Treffen mit Freunden vereinbaren. Alles wird dann so selbstverständlich, daß das Internet untrennbar mit dem Alltag verbunden ist und neben den vielen Annehmlichkeiten, die es erst ermöglicht hat, regelrecht “verschwindet”.
100 Millionen Dollar
soll der Börsengang des VoiP-Diensteanbieters Skype in dessen “Portokasse” spülen. Das klingt angesichts des Wertes dieses luxemburgischen Unternehmens von etwa 2,75 Milliarden $, einem Umsatz im ersten Halbjahr 2010 von mehr als 406 Millionen $ und einer Teilnehmerzahl von 560 Millionen registrierter Nutzer nicht sehr viel, hilft aber dem operativen Geschäft erheblich.
Das Internetaktionshaus ebay hatte sich ja Ende 2009 von 70% seiner Anteile gegen Zahlung von fast 2 Mrd.$ an ein Finanzkonsortium, bestehend aus den seit 2003 an der Firma beteiligten Gründern von Skype und verschiedenen Investment-Firmen, weitgehend aus seinem Engagement getrennt und das Unternehmen wieder in die Eigenständigkeit entlassen, hat dieses Geschäft aber damit wenigstens ohne finanzielle Verluste abwickeln können.
Wollen wir hoffen, daß für die freien Aktionäre, die dann ab Ende diesen Jahres nicht nur über Skype auch mit einem Handy mit VoiP telefonieren, sondern praktisch mit jedem über Skype gesprochenen Wort verdienen können, dann auch gilt: “Reden ist Gold”.

Eine bemerkenswerte Information ist im Weihnachts- und Neujahrstrubel etwas untergegangen: Der Fernsehempfang auf Smartphones im Zeitalter des Digitalfunks via Satelit oder Kabel wird auch mobil möglich mit einem nützlichen Zusatzgerät namens “Tivit”. Am heimischen PC läßt sich TV natürlich mit dem USB-Anschluß empfangen – aber das hat ja eigentlich keinen Sinn. Diese Box wandelt nun die Signale der DTV-Kanäle in empfangbare Signale für die neuesten Smartphones über die WLAN-Funktion um – für etwa 3 Stunden läßt es sich unterwegs damit im TV-Programm zappen (für das iPhone ist auch schon ein App verfügbar). Nun hat man so zwar ein zweites Gerät von der Größe eines Handys im Gepäck, aber die Zahl der möglichen Informationsquellen, die man mit einem Smartphone anzapfen kann, wächst damit sprunghaft. In den USA sind für 2010 schon mindestens 100 neue DTV-Kanäle geplant – zur Consumer Electronic Show im Januar gibts bestimmt weitere Neuigkeiten dazu.
Womöglich steht nun den TV-Sendern das gleiche Schiksal wie den Zeitschriften-Verlagen bevor. Das umstrittene Tagesschau-App und die heiße Diskussion darum sind erste Vorboten und heizt die Debatten um die GEZ sicher immer weiter an. Ob das dann auch gleich mehr Qualität bedeutet, wird sich zeigen. Doch wir bleiben zuversichtlich, daß es abseits von Pseudo-Star-Container-Bauer-Dschungel-Camps seriöse TV-Sendungen weiterhin geben wird.
Bildquelle: Valups