Das neue iPad 3 hat als Hauptattraktion ein besonders kontrastreiches Retina-Display vorzuweisen. Dem wird dann natürlich auch das neue iPhone nicht nachstehen. Die fortlaufende Nummerierung soll auch gleich die Vorlage für die (etwas aufgerundete) Größe des künftigen Smartphone-Stars von Apple liefern. Phantasie oder Wahrheit? Reuters kündigt heute auf Basis einer koreanischen Pressemitteilung für das neue iPhone eine Display-Diagonale von fast 5 Zoll, genau gesagt 4,6 Zoll an. Das entspricht 11,7 cm und ist damit um ca. 10% größer als die des Konkurrenten Samsung Galaxy S2 oder fast so groß wie beim Samsung Galaxy Nexus.
Allerding logisch oder plausibel ist das nicht. Einmal hat sich Steve Jobs noch im letzten Jahr negativ geäußert zu solchen “Zwischengrößen” und zum anderen würde sich damit wahrscheinlich auch die Qualität der Bildwiedergabe ziemlich verschlechtern, was nicht anzunehmen ist bei der Apple-Strategie. Denn ein größerer Bildmaßstab erfordert bei zumindest gleichbleibender Bildqualität dann auch eine Erhöhung der Pixeldichte. Das ist technisch noch gar nicht möglich, wobei die technologischen Forschungen diesbezüglich auf Hochtouren laufen und bis zum Release-Termin noch viel passieren kann (z.B. auch bei Sharp mit seiner neuen Indium-Gallium-Zink-Oxid- statt der Silizium-Beschichtung). Und es würde außerdem die Anpassung aller Apps an diese veränderten Bedingungen erfordern – ein Riesenaufwand. Obwohl der irgendwann sowieso mal anstehen wird, denn die Zukunft bringt diesen Qualitätssprung auf jeden Fall irgendwann hervor.
So können wir schon die Hoffnung haben, daß sehr wohl die Möglichkeit besteht, im iPhone 5 ein größeres Display vorzufinden; das aber dann näher bei 4 Zoll, maximal 4,3 Zoll vielleicht – naja und damit gibts ja dann auch schon großes Kino.
Ein anderes wichtiges Bauteil soll dagegen kleiner werden und das sogar auf nur noch ein Drittel des heutigen Ausmaßes: Die Sim-Karte. Sie würde weiter minimiert dann Platz schaffen für andere Komponenten, beispielsweise den Akku oder den Prozessor-Chip. Oder aber die Dimensionen für die Tiefe oder Länge könnten weiter verringert werden. Nur herrscht hier wieder einmal ganz und gar keine Einigkeit unter den Herstellern, wie sollte es auch anders sein nach den Patentkriegen der letzten Zeit. Apple steht allerdings gemeinsam mit den deutschen und europäischen Providern gegen Motorola und Nokia, wobei jeder natürlich glaubt, die bessere Lösung zu besitzen. Es ist jetzt schon ein hartes Taktieren, denn in Kürze soll dieser neue Standard offiziell weltweit festgelegt werden. Wenn es zu keiner Einigung kommt, dann wird Apple wohl wieder seinen Trumpf aus dem Ärmel ziehen und ganz auf eine Sim-Karte verzichten wollen. Eigentlich der Königsweg, aber von den Providern vehement abgelehnt. Daß es auch eine Erleichterung für die Nutzer wäre, spielt bei solchen Auseinandersetzungen leider nicht die entscheidende Rolle. Aber wie gesagt, Apple will es eigentlich und vielleicht liefert dieser Kleinkrieg dann den entscheidenden Impuls dafür…
Jedenfalls ist auch noch nicht einmal auch nur annähernd ein konkreter Termin für die Vorstellungs-Show des neuen iPhones bekannt. Ganz grob nur wird das eher erst für den Herbst diesen Jahres erwartet. Und wie es dann aussieht, das Design, das weiß auch noch niemand so genau. Mehr gekrümmte Oberflächen sowohl auf der Frontseite mit dem Glas-Touchscreen und der Hinterseite aus Alu, keine abgerundeten Ecken mehr und keine Komplikationen mit der in der Umrandung installierten Antenne.
So wünschen wir uns das neue iPhone. Kritiker und Fans. Jedenfalls gilt: Es darf weiter spekuliert werden!
Dreihunderttausend neue Smartphones mit Android schaffen sich weltweit die Mobiltelefonierer täglich an. Das teilte heute am frühen Morgen der Vize-Chef der Entwickler von Google, Andy Rubin per Twitter mit. Nun liegt die Zahl der neuen Nutzer des Betriebssystems von Google gleichauf mit den Aktivierungen für das iPhone-iOS von Apple und der Marktanteil ja auch schon bei beachtlichen 25%. Zwar kann man sich zwischen rund 50 Android-Handys entscheiden und bei Apple schaffen diese Zahlen lediglich 4 Modelle.
Google’s zweiter Streich ist nun offiziell: es gibt ein weiteres Nexus-Smartphone, das alle Mutmaßungen bestätigt und nun also doch von Samsung gefertigt wird. Da bleibt schleierhaft, warum es dann vorher immer wieder Dementis geben mußte. Marketing-Gehabe? Wie auch immer, jedenfalls bekommt dieses Handy den Status, als erstes Smartphone vom Android 2.3-Gingerbread-Betriebssystem gesteuert zu werden. Das ist doch schon mal was. Inwieweit Google diesmal auch wieder Absatzziele verfolgt, die sich am Verkauf des iPhone 4, des Nokia N8, HTC Desire HD oder Samsung Galaxy S orientieren, ist nicht bekannt. Auf alle Fälle bringt es die Verbreitung der Android-Apps voran, das ist klar. Und es wartet ja auch mit einer Reihe Neuerungen auf:
Nachdem Google nun den Vertrieb des von HTC gefertigten Mobiltelephons Nexus One unter seinem Markennamen durch seinen Online-Shop gestoppt hat, setzt das Unternehmen ganz auf die Vertriebserfahrungen des größten Mobilfunkkonzerns der Welt. Vodafone wird ab Pfingstmontag im Internet und ab Dienstag dann in seinen Shops das Handy zum Preis von 490€ ohne Vertragsbindung oder für knapp 30€ mit einem 115€-teuren Monats-Tarif anbieten. Dies teilte heute die Pressesprecherin des Unternehmens mit.
Die Verkaufszahlen des seit 5. Januar diesen Jahres in den USA ausschließlich übers Internet bestellbaren Konkurrenten zum iPhone 3GS und Motorola Milestone hatten die Google-Manager so gar nicht zufriedengestellt – immer wieder war in der Presse der Vergleich der Abverkäufe für Google unerfreulich ausgegangen. Als einen wichtigen Grund für die etwas schwache Nachfrage vermuten die Manager auch die Gewohnheiten der Kunden, das Objekt ihrer Begierde erst selbst in Händen, befühlen und ausprobieren zu können und bei bloßen Internetfotos dann eben etwas sehr zurückhaltend zu reagieren.
Na dann hoffen auch wir, daß das Google One den Wettbewerb nun im zweiten Anlauf so richtig befeuert, auch wenn der Preis nicht gerade als billig bezeichnet werden kann. Aber genau für diese Auseinandersetzung wurde es ja gemacht und natürlich nicht zuletzt auch zur Freude seiner Nutzer. Denn Tests haben schon gezeigt, daß das Nexus One durchaus mit seinen Kontrahenten mithalten kann. Wer zum Beispiel keine echte Tastatur wie beim Milestone braucht, der kann mit dem Google Nexus One viel mehr Spaß haben, denn es besitzt vor allem den schnellen Prozessor und ein sehr gutes Display. Damit und auch mit seiner 5-Megapixel-Kamera und seinem doch auch etwas günstigerem Preis kann es auch das iPhone distanzieren. So ist die Million bei den Verkaufszahlen vielleicht entgegen der letzten Prognosen doch bald zu erreichen.
Marketing mal ganz anders. Was hat uns die iPad-Vorstellung beschäftigt! Vorher und nachher. Und immer noch. Erwartung riesig, Ernüchterung genauso. Oder erfüllt?
Ganz anders macht es Google: das Nexus One ist gerade erst erhältlich. Und die Erwartungen sollen nun nicht ins Unermeßliche wachsen.
Deshalb erklären Google-Manager und -Entwickler, wie ihr “Kind” entstanden ist und welche guten Charaktereigenschaften sie ihm mitgeben. In aller Ruhe und Gelassenheit, mit Kompetenz und sachlicher Begeisterung, real und skizziert, verständlich und bildhaft. Gut gemacht!
Die erste Folge dokumentiert die Überlegungen zum Design und erklärt einen technischen Trick. Der filtert Nebengeräusche einfach weg und erzielt durch diese Eliminierung eine saubere Sprachübertragung. Ein absolutes Qualitätsmerkmal. Und noch weitere technische Details. Leider nur in Englisch. Aber es lohnt sich in jedem Fall anzuschauen, auch wem Englisch etwas ungewohnt ist.
In vielen Internetforen wird berichtet, daß Motorola zwei Nachfolger des Erfolgsmodells Milestone/Droid auf den Weg bringt. Wer nach dem Namen Shadow googelt, der wird herausfinden, daß dieses Android-Handy das NexusTwo von Google werden soll, dies sogar offiziell bestätigt vom Motorola-CEO Iha. Und Achtung: ein 8cm-Display und eine 8 MegaPixel-Kamera machen es zu einem Highend-Phone. Wobei hier allerdings noch Vorsicht geboten ist, weil Spekulation; daher gibts bisher dazu weder technische Details noch glaubwürdige Fotos oder Video, leider. Aber daß es etwas besonderes wird, das kann man schon vermuten.
Zweiter Versuchsballon, pardon Zeppelin, von einem tschechischen Insider mit Kennzeichen mobile.cz herausgefunden und im Bild oben, allerdings auch schon vor 3 Monaten im Internet aufgetaucht, könnte gleichnamiges Android2.1-Handy mit 8,1cm-Display und 5 MegaPixel-Kamera werden. Es wäre aber ebenso möglich, daß das GooglePhone Nummer Zwei ein Mittelding aus beiden wird. Nun, dieses Geheimnis wird höchstwahrscheinlich schon bald in Barcelona zum Mobile World Congress gelüftet: bleibt der Schatten eine Luftblase oder schwingt er sich als Zeppelin der Zweite auf? Wie auch immer, Ähnlichkeiten mit dem Apple-Marketing sind weder nicht beabsichtigt noch Zufall und Spekulationen allemal besser als keine! Und immer schön im Google bleiben!
Also einfach ist es eigentlich nicht, das gleich zu Anfang. Einfach ist es auch nicht, ein Nexus in die Hand zu bekommen. Wir sind keine Googleianer und kennen leider auch keinen. Deshalb möchten wir die gute Idee von gizmodo.com aufgreifen und von einer besonderen Neuerung des Google-Phones berichten, die ganz besonders nützlich ist und über die nun bestimmt viele doch schon etwas wissen wollen.
Zur Verbesserung der Übertragung von Telefongesprächen, dem eigentlichen Herzstück der Handys, wurde von der Audience Inc. im kalifornischem Mountain View, ein Voice-Prozessor entwickelt, der Signale von zwei am Handy eingebauten Mikrofonen verarbeiten kann. Das erste Mikro nimmt alles das auf, was der Anrufer sagt mit allen Nebengeräuschen, die man selbst gar nicht so wahrnimmt, sei es Vogelgezwitscher oder was echt nerven kann wie z.B. der Lärm von startenden Flugzeugen. Das zweite Mikro ist so angeordnet, daß es nur die Nebengeräusche registriert ohne die Stimme des Anrufers. Der Clou der Geschichte ist nun: der neue Prozessor kann die beiden unterschiedlichen Mikroaufnahmen in Echtzeit so verarbeiten, daß er alle Stimm- und Lautquellen als Differenz der beiden Mikroaufnahmen praktisch subtrahiert. Die Nebengeräusche können so durch die sog. Interferenz ausgelöscht werden und im Ergebnis bleibt nur die Stimme des Anrufers übrig . Das klingt so gut, daß man beim Telefonat denkt, die oder der Anrufer sitzt in einem völlig abgeschlossenen Raum. Einen akustischen ersten Eindruck kann man sich hier verschaffen.
Dazu war es nötig, den menschlichen Hörvorgang genau zu analysieren, um zu erfahren, wie welche Frequenzen vom Ohr aufgenommen werden und wie man sie sequenzieren muß, um die Stimme des Anrufers weiterhin so natürlich klingen zu lassen, wie wir sie kennen.
Nicht bekannt ist allerdings, ob sich dieser Effekt auch abstellen läßt, wenn bestimmte Nebengeräusche erwünscht sind…
Wer noch immer nicht genug bekommen kann und weitere Bilder vom Google Nexus One sehen möchte, für den hat slashgear.com noch zwei nette Videos gedreht. Auf dem ersten kann man die schönen Aussichten von GoogleEarth genießen und zweiteres zeigt, daß auch ohne Multitouch-Funktion das Zoomen auf dem Display geschickt möglich ist.
Und fast im Sekundentakt gibt es weitere interessante Meldungen: Heute waren die Franzosen mit lepoint.fr schneller: sie haben den Preis in Erfahrung gebracht und ein Video gedreht.
Le 1. Point nennt uns die Anzahl der Euronen, die uns der Spaß am Nexus One wahrscheinlich kosten wird – es sind etwa €370,- ohne und €199,- mit Vertrag – gut, soviel kosten halt die Smartphones. Und le 2. Point zeigt uns etwas vom Gegenwert, den das Google-Phone zu bieten hat: das Video demonstriert den RFID-Sensor, der auch im iPhone 4G eingebaut werden soll ( damit erkennt das Handy durch ein Photo von Strichcodes sofort das Objekt und googelt auch gleich alle Informationen dazu ), läßt die Bilderkennungssoftware ein Gemälde analysieren und zeigt nochmal die einfache Bedienbarkeit der Navigation via GoogleMaps.
Aber in ein paar Stunden wird das alles sicher ganz offiziell, man sieht sich in Las Vegas…