Zunächst ist es eine Konkurrenz zu Skype, dem Internet-Telefonie-Vermittler, und es ist auch bisher nur in Amerika und Kanada verfügbar: Google ermöglicht seinen Account-Nutzern über seinen Google-Mail-Service Anrufe ins Fest- und Mobilfunknetz und auch die Erreichbarkeit über eine persönliche Google-Voice-Nummer. Dieser VoiP-Dienst ist erstmal ein Test innerhalb Nordamerikas, denn Auslandsgespräche kosten dann schon Gebühren, aber eben auch deutlich niedrigere als bei anderen Anbietern. Und wie wir Google bisher kennen, wird es nicht bei so kleinen Sachen bleiben. Dieser Service, der bisher auch nur vom Festnetz aus funktioniert, ist natürlich technisch auch beim Mobilfunk mit jedem internetfähigen Smartphone möglich. Also ist naiv, wer Bescheidenes dabei denkt… Steht uns hier ein neuer Wettbewerb ins Haus?
100 Millionen monatliche Google-Maps-Abrufe
registrierte der Suchmaschinen-Riese bei seinem Navigationsservice. Dies ist eine extrem gute Bilanz für den erst seit 2005 bestehenden mobilen Dienst. Das mobile Internet ist also immer weiter auf dem Vormarsch, was auch die Zahlen zur Versorgung mit Handys zeigen: 140 Geräte werden von 100 Nutzern verwendet – das ist eine enorme Zahl, die sogar noch weiter steigen soll, wie Marktforscher von Nielsen Wire errechneten.
Besitzer eines Smartphones mit dem Betriebssystem Android von Google haben in dem Navigationssystem einen der zuverlässigsten und noch dazu kostenlosen Service für die Lotsung per Auto oder auch zu Fuß an jeden Ort der Welt zur Verfügung. Geeignet dafür sind die Handys Acer Stream, HTC Wildfire, Samsung Galaxy S, Motorola Milestone XT720, Sony Ericsson Xperia X10, T-Mobile Pulse Mini oder Vodafone 845.
52% der Deutschen wollen bei Google keine Außenansicht ihrer Wohnung oder ihres Hauses sehen. Die Mehrheit unseres angeblich so hoch gelobten Technologielandes sträubt sich damit gegen einen Service, der nichts Verbotenes bereitstellt: die Fotos des öffentlichen Raumes. Es präsentiert sich hier das gesammelte Nicht-Wissen über das Internet an sich und über die Dienste, die ohnehin schon im Internet abrufbar sind und schon längst alles zeigen, wie zum Beispiel auch das Foto der drei Düsseldorfer Gegner vor ihren im Internet nun noch deutlicher sichtbaren Häusern. Und sie unterstützen damit genau die selbstzufriedenen Politiker in ihrer Polemik, die nichts dabei finden, wenn die Fluglinien die Daten ihrer innerdeutschen Fluggäste preisgeben müssen, immer mehr Überwachungskameras installiert werden, biometrische Daten auf Personalausweisen und lebenslange Steuernummern uns gänzlich einer Katalogisierung unterwerfen, Millionen Steuergelder für geklaute Daten von Bankkunden über die Finanzamt-Tresen gehen lassen, schon längst unsere Email-Daten speichern und mit Verboten über Verboten das Alltagsleben totregulieren. Hier outen sich wieder einmal die technikfeindlichen und radikal durchnormalisierten Ewiggestrigen als uninformierte Besserwisser, die nun nicht mehr nur gegen Gene, gegen Atome, gegen Klima, sondern auch gegen das Internet zu Felde ziehen und so Zukunftsängste schüren, die nur Demagogen nutzen kann. Schade, der moderne Mensch hat sich den Fortschritt hart erarbeitet und verdient, aber er zerredet und bremst ihn dann durch zunehmende Intoleranz doch wieder aus. Wir sind nicht viel mehr der Aufklärung gegenüber aufgeschlossen als zu Galileos Zeiten! Dabei hält die Moderne soviel Aufregendes und Interessantes parat, das es zum Vorteil aller Menschen und unserer Zukunft zu nutzen gilt!
Das wohl umfassendste Wort, das je in alle Sprachen Eingang gefunden hat, ist sicher “googeln“. Es steht für Suche im Internet, für Online-Marketing, für Fotos bald von jeder Ecke auf der Welt und nun auch für Internetverbindungen mit Freunden oder Geschäftspartnern. Diesen Weg soll, so Google gestern auf einer Pressekonferenz, künftig das Soziale Netzwerk namens “Buzz” ebnen. Wörtlich übersetzt mit Begeisterung, Gerücht soll es Facebook und Twitter & Co. Nutzer abspenstig machen. Da es wie das Schreiben einer Google-Mail funktioniert und der mobilen Anwendung besondere Aufmerksamkeit gewidmet wurde, werden sicher von Anfang an viele Besitzer von Smartphones mit Android-, Symbian-, Windows-Mobile- und des OS-iPhone-Betriebssystems in Zukunft “buzzen”. Es bietet dafür auch einige Vorteile: aus der Anwendung Google-Maps heraus sind die einzelnen Mitteilungen nicht auf eine bestimmte Zeichenanzahl begrenzt, die Einrichtung des persönlichen Netzwerkes ist sehr unkompliziert, Nachrichten können besser individualisiert und nur für einen kleinen Kreis zugänglich gemacht werden, Fotos und Videos sind mit einer speziellen Software leichter einzubinden und präzise Informationen zum Aufenthaltsort möglich. Twitter, flickr und picasa sind sogar direkt eingebunden. Was aber fehlt, das ist Facebook. Dieser Netzwerker reagiert auf den direkten Angriff Googles mit einer Kooperation mit AOL zur gemeinsamen Weiterentwicklung des Instant-Message-Dienstes AIM.
Gerade ortsbezogene Dienste sind stark im Kommen, besonders durch eine immer größere Anzahl genutzter Smartphones mit GPS. Ein neues Startup “Foursquare” nutzt diese Funktion und schickt sich an, damit die Netzwerke lokal zu machen. Dieser Dienst erlaubt es seinen Nutzern, zu Lokalitäten eigene Notizen zu verfassen und sie Freunden, wenn sie am gleichen Ort sind, mittels einer Check-in-Funktion zugänglich zu machen. Das findet immer mehr Freunde und ist auch eine sehr gute Möglichkeit, schnell in einer neuen Umgebung “warm” zu werden durch Lob oder Kritik oder bloße wissenswerte Informationen. Noch nicht alle Möglichkeiten zur Anwendung und auch zu Werbezwecken sind da ausgelotet. Aber dieser mobile Seervice spürt nun gleich umsomehr die Konkurrenz zu Google.
Ein neuer Kampfplatz ist also eröffnet. Nicht nur Asterix weiß: “Da braut sich was zusammen! Seid wachsam und vergeßt nicht, euren Zaubertrank beim Druiden einzunehmen!”
Die spannende Story geht weiter mit Test, Herstellung und Highlights.
Die Handys werden ja in eine regelrechte Folterkammer gesperrt so nach dem Motto: It’s trendy – to be a handy. It’s a hard fun – to be a Nexus One!
Naja, so leichtfertig geht sicher niemand mit seinem Nexus um. Denn schon wenn man dann im Teil 4 wieder sieht, mit welcher Sorgfalt jedes einzelne Handy gefertigt wird, und im Teil 5, was dieses Nexus One alles kann, dann darf dieses Teil auf keinen Fall runterfallen!
Hier ist nun die zweite Folge des Entstehens des Google Nexus One. Eine Fortsetzungsgeschichte - Karl May’s “Old Shatterhandy und Windowtoo” könnten nicht spannender sein…
Marketing mal ganz anders. Was hat uns die iPad-Vorstellung beschäftigt! Vorher und nachher. Und immer noch. Erwartung riesig, Ernüchterung genauso. Oder erfüllt?
Ganz anders macht es Google: das Nexus One ist gerade erst erhältlich. Und die Erwartungen sollen nun nicht ins Unermeßliche wachsen.
Deshalb erklären Google-Manager und -Entwickler, wie ihr “Kind” entstanden ist und welche guten Charaktereigenschaften sie ihm mitgeben. In aller Ruhe und Gelassenheit, mit Kompetenz und sachlicher Begeisterung, real und skizziert, verständlich und bildhaft. Gut gemacht!
Die erste Folge dokumentiert die Überlegungen zum Design und erklärt einen technischen Trick. Der filtert Nebengeräusche einfach weg und erzielt durch diese Eliminierung eine saubere Sprachübertragung. Ein absolutes Qualitätsmerkmal. Und noch weitere technische Details. Leider nur in Englisch. Aber es lohnt sich in jedem Fall anzuschauen, auch wem Englisch etwas ungewohnt ist.
In vielen Internetforen wird berichtet, daß Motorola zwei Nachfolger des Erfolgsmodells Milestone/Droid auf den Weg bringt. Wer nach dem Namen Shadow googelt, der wird herausfinden, daß dieses Android-Handy das NexusTwo von Google werden soll, dies sogar offiziell bestätigt vom Motorola-CEO Iha. Und Achtung: ein 8cm-Display und eine 8 MegaPixel-Kamera machen es zu einem Highend-Phone. Wobei hier allerdings noch Vorsicht geboten ist, weil Spekulation; daher gibts bisher dazu weder technische Details noch glaubwürdige Fotos oder Video, leider. Aber daß es etwas besonderes wird, das kann man schon vermuten.
Zweiter Versuchsballon, pardon Zeppelin, von einem tschechischen Insider mit Kennzeichen mobile.cz herausgefunden und im Bild oben, allerdings auch schon vor 3 Monaten im Internet aufgetaucht, könnte gleichnamiges Android2.1-Handy mit 8,1cm-Display und 5 MegaPixel-Kamera werden. Es wäre aber ebenso möglich, daß das GooglePhone Nummer Zwei ein Mittelding aus beiden wird. Nun, dieses Geheimnis wird höchstwahrscheinlich schon bald in Barcelona zum Mobile World Congress gelüftet: bleibt der Schatten eine Luftblase oder schwingt er sich als Zeppelin der Zweite auf? Wie auch immer, Ähnlichkeiten mit dem Apple-Marketing sind weder nicht beabsichtigt noch Zufall und Spekulationen allemal besser als keine! Und immer schön im Google bleiben!
Also einfach ist es eigentlich nicht, das gleich zu Anfang. Einfach ist es auch nicht, ein Nexus in die Hand zu bekommen. Wir sind keine Googleianer und kennen leider auch keinen. Deshalb möchten wir die gute Idee von gizmodo.com aufgreifen und von einer besonderen Neuerung des Google-Phones berichten, die ganz besonders nützlich ist und über die nun bestimmt viele doch schon etwas wissen wollen.
Zur Verbesserung der Übertragung von Telefongesprächen, dem eigentlichen Herzstück der Handys, wurde von der Audience Inc. im kalifornischem Mountain View, ein Voice-Prozessor entwickelt, der Signale von zwei am Handy eingebauten Mikrofonen verarbeiten kann. Das erste Mikro nimmt alles das auf, was der Anrufer sagt mit allen Nebengeräuschen, die man selbst gar nicht so wahrnimmt, sei es Vogelgezwitscher oder was echt nerven kann wie z.B. der Lärm von startenden Flugzeugen. Das zweite Mikro ist so angeordnet, daß es nur die Nebengeräusche registriert ohne die Stimme des Anrufers. Der Clou der Geschichte ist nun: der neue Prozessor kann die beiden unterschiedlichen Mikroaufnahmen in Echtzeit so verarbeiten, daß er alle Stimm- und Lautquellen als Differenz der beiden Mikroaufnahmen praktisch subtrahiert. Die Nebengeräusche können so durch die sog. Interferenz ausgelöscht werden und im Ergebnis bleibt nur die Stimme des Anrufers übrig . Das klingt so gut, daß man beim Telefonat denkt, die oder der Anrufer sitzt in einem völlig abgeschlossenen Raum. Einen akustischen ersten Eindruck kann man sich hier verschaffen.
Dazu war es nötig, den menschlichen Hörvorgang genau zu analysieren, um zu erfahren, wie welche Frequenzen vom Ohr aufgenommen werden und wie man sie sequenzieren muß, um die Stimme des Anrufers weiterhin so natürlich klingen zu lassen, wie wir sie kennen.
Nicht bekannt ist allerdings, ob sich dieser Effekt auch abstellen läßt, wenn bestimmte Nebengeräusche erwünscht sind…
Wer noch immer nicht genug bekommen kann und weitere Bilder vom Google Nexus One sehen möchte, für den hat slashgear.com noch zwei nette Videos gedreht. Auf dem ersten kann man die schönen Aussichten von GoogleEarth genießen und zweiteres zeigt, daß auch ohne Multitouch-Funktion das Zoomen auf dem Display geschickt möglich ist.