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Samsung Galaxy Note Edge Test

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Samsung ist nicht umsonst derzeitiger Smartphone-Marktführer. Innerhalb der letzten Jahre konnte man mit den Flaggschiffen der Galaxy S- und der Galaxy Note-Reihe viele Fans gewinnen. Eben jene waren aber in der jüngsten Vergangenheit etwas enttäuscht, weil der südkoreanische Konzern bei der Innovation und bei der Verarbeitung im Vergleich zur Konkurrenz etwas das Nachsehen hatte.

Mit dem Galaxy Alpha zeigte Samsung allerdings, dass sie ebenfalls Metall verbauen können und mit dem Galaxy Note Edge kommt wohl eines der größten Highlight der Firma daher. Das Schwestermodell des Galaxy Note 4 bietet ein auf der rechten Seite gebogenes Display, was ganz neue Vorteile bei der Bedienung mit sich bringt.

Wir erörtern in den folgenden Zeilen, ob Samsung mit diesem Konzept und dem Note Edge an sich punkten kann. Es handelt sich beim Testgerät um die Premium Edition. Diese bekommt man beispielsweise bei notebooksbilliger.de.

Ausgepackt und angeschaut

Erster WOW-Effekt schon bei der Verpackung

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So viel Spaß hatten wir lange nicht mehr an einer Kartonage. Die Umverpackung der Premium Edition erinnert etwas an ein großes Buch. Seitlich wurde stilvoll und passend zum Gerät an sich die Kante der Schachtel ebenfalls gebogen, was optisch eine Menge her macht. Man kann den tiefschwarzen Karton aufschlagen und erhält Einblick auf das Sonderzubehör und die Box, in der sich das Galaxy Note Edge befindet.

Doch was unterscheidet diese Premium Edition nun von der normalen Ausgabe des innovativen Samsung-Phablets? Nun, zum einen die erwähnte Kartonage und dann diverse beigelegte Extras. Man erhält eine farblich zum Gerät passende Hülle, ein Putztuch, eine 64-GB-Speicherkarte und eine spezielle Broschüre mit Tipps und Tricks. Ob das Ganze den Aufpreis an sich wert ist, sei dahingestellt.

Fakt ist, dass diese Premium Edition das Auspacken des Gerätes zu einem besonderen Erlebnis macht, was auch zum besonderen Phablet passt. Um an eben jenes zu kommen, muss man dann die Standardverpackung zusätzlich öffnen. Diese beinhaltet dann das obligatorische Zubehör, welches auch der normalen Version des Galaxy Note Edge beiliegt.

Ein Netzteil, ein Micro-USB-Kabel, In-Ear-Kopfhörer und eine Schnellanleitung sind ebenso inbegriffen, wie der austauschbare Akku und der Eingabestift (Stylus), genannt „S-Pen“. Widmen wir uns nun dem Galaxy Note Edge an sich. Dieses fällt optisch natürlich sofort dank des gebogenen Displays auf, wodurch es sich wohltuend aus dem Einheitsbrei der Smartphone-Welt hervorhebt.

Das restliche Design ist dann typisch Samsung. Die gewohnte physische Menütaste befindet sich unterhalb des Bildschirmes, die Rückseite in Lederoptik ist ebenfalls bekannt. Links befindet sich die Lautstärketaste und rechts oben der Ein-/Ausschalter. Den S-Pen verstaut man unten rechts im Gerät und der Lautsprecher teilt sich mit der 13-Megapixel-Kamera die hintere Fläche.

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Das Aussehen des Phablets gefällt in der Tat, es sieht sehr edel aus, besonders in der von uns getesteten weißen Version. Der Akkudeckel kann geöffnet werden, um den Energiespender zu tauschen, die SIM-Karte einzulegen oder das Note Edge mit einer Speicherkarte zu füttern. Die ersten Eindrücke sind durchaus positiv, die Haptik lässt allerdings leider etwas Raum zur Kritik.

Samsung hat zwar selbst in der gebogenen Version des Galaxy Note 4 einen Aluminiumrahmen verbaut, welcher aber auch hier lackiert wurde. Das entzieht sich dann unserem Verständnis. Denn zum einen fühlt sich das hochwertige Metall durch den Lack kaum noch wie ein solches an und zum anderen nimmt es auch die besondere Optik.

Erst wenn es bei der Umgebung kälter wird, merkt man, dass Samsung wirklich Aluminium verwendet hat, denn dann wird der Rahmen des Phablets deutlich kühler. Schade ist die Lackierung aber dennoch. Die Rückseite des Note Edge ist ebenfalls kein Handschmeichler. Passend für die Lederoptik hätte man hier ein weicheres Material verwenden sollen.

Der Akkudeckel ist ziemlich rau und fühlt sich zwar nicht minderwertig an, aber nicht so gut, wie man es bei einem Gerät dieser Preisklasse erwartet hätte. Dafür sitzt er aber bombenfest. Ungleiche Spaltmaße und Störgeräusche beim Anpacken gibt es bei Samsungs Flaggschiff nicht, lediglich ein leises Klappern ist ab und an aufgrund des Eingabestiftes zu vernehmen.

Die Technik des Samsung Galaxy Note Edge

Smartphone-Revolution auch abseits der Displaykante?

Samsung hat bei seinem übergroßen Mobiltelefon alles hineingestopft, was derzeit an Highend zur Verfügung steht. Das Display wurde mit 5,6 Zoll durchaus üppig dimensioniert, die WQHD-Auflösung ist messerscharf und der Prozessor hat ordentlich Dampf unter der Haube. Dank LTE CAT6 geht es zudem rasant in das mobile Internet und mit 32 GB internem Speicher hat der Nutzer viel Platz für seine Daten.

Als Universalfernbedienung kann das Gerät, dank Infrarot, ebenfalls herhalten. Viel mehr hätte der Hersteller in diesem Smartphone nicht realisieren können. Außer vielleicht einen Schutz gegen Wasser und Staub, denn beides gibt es hier nicht. Man sollte das teure Phablet also stets hüten wie seinen Augapfel.

So sehen die technischen Daten des Samsung Galaxy Note Edge aus:

  • 5,6 Zoll Display mit 2.560 x 1.600 Pixel
  • Snapdragon 805 Ouad-Core-Chipsatz (4x 2,7 Gigahertz)
  • 3 GB RAM
  • 32 GB interner Speicher, erweiterbar per microSD
  • 13-Megapixel-Kamera hinten, 3.7-Megapixel-Kamera vorne
  • WLAN mit schnellem ac-Standard, Bluetooth 4.0, Infrarot
  • A-GPS, 3G, 4G (LTE CAT6)
  • UV-Messer, Pulsmesser, Barometer, Fingerabdruckscanner
  • Micro-USB, 3.5-Millimeter-Klinkenanschluss
  • Micro-SIM-Kartenschacht
  • 3.000 mAh umfassender Akku (austauschbar)
  • Android 4.4.4 KitKat
  • Gebogenes Displaykante, Eingabestift S-Pen

Das Display

Gebogene Form + WQHD = Killer-Kombination?

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Von den technischen Daten her gesehen ist dieses Display das Nonplusultra. Es tummeln sich wahnwitzige 2.560 x 1.600 Pixel auf einer Diagonalen von 5,6 Zoll und das verwendete Panel kommt im Super-AMOLED-Verfahren daher. Als wäre das nicht schon beeindruckend genug, hat Samsung das Display auf der rechte Seite leicht gebogen und somit quasi eine Zusatzanzeige für das Gerät realisiert.

Dennoch hinterlässt der Bildschirm bei mir einen zwiespältigen Eindruck. Selbst auf 5,6 Zoll hat man nicht ganz so viel von der üppigen Pixeldichte, hier würde auch Full-HD noch genügen. Es ist zwar alles knackscharf, ein Mehrwert bei den Inhalten ist aber nur selten zu erkennen. Das an sich wäre ja nicht schlimm, doch bei den Kerneigenschaften kann das Panel ebenfalls nicht vollends überzeugen.

Die Bildschirmhelligkeit ist auf der maximalen Helligkeitsstufe im Vergleich zu anderen HD- und Full-HD-AMOLED-Varianten zu niedrig, die Farben wirken etwas blass und der Kontrast könnte auch besser sein. Wir hatten vor Ort ein Samsung Galaxy S5 und ein Samsung Galaxy Alpha und beide machten in den genannten Disziplinen im direkten Vergleich eine bessere Figur als das Galaxy Note Edge.

Das mag sich nun sehr hart anhören, doch im Alltag wird man, sofern man keines der genannten Gerät daneben legt, nicht davon beeinträchtigt. Prinzipiell ist das Display bei der Darstellungsqualität „gut“, reicht aber eben nicht an die Qualität der Konkurrenz aus eigenem Hause heran.

Sound und Telefonie

Was eine kleine Box nicht alles bewirken kann …

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Nachdem wir nun das Galaxy Note Edge teils bei der Displaytechnik etwas tadeln mussten (auf die Seitenleiste und die Stifteingabe gehen wir weiter unten ein), kommt nun wieder ein Lob an Samsung. Es ist uns ein Rätsel, wie der Hersteller es geschafft hat, eine derartige Soundqualität aus solch einer kleinen Box zu quetschen.

Wenn man im Freundeskreis das Phablet einschaltet und die Runde mit Musik beschallt, schauen die Mitmenschen zunächst ungläubig, wo die Akustik nun her kommt. Das kleine unscheinbare Lautsprechergitter auf der Rückseite weckt jedenfalls keine großen Erwartungen – umso mehr wird man erstaunt sein. Auch wenn keine Stereo-Lautsprecher verbaut wurden, kommt Samsung mit der Box schon recht nah an die HTC-Geräte mit eben jenen heran.

Selbst bei maximaler Lautstärke verzerrt der Klang nicht, die mittleren und hohen Töne sind sehr klar. Schade ist lediglich die Position der Box. Wenn man das Note Edge mit der Rückseite auf den Tisch legt wird der Lautsprecher ganz verdeckt, wodurch der Klang nur noch dumpf herauskommt. Erwähnenswert sind auch die vielen Lautstärkestufen, aus denen man wählen kann. So kann man die Klangcharakteristik noch genauer verschiedenen Situationen anpassen.

Beim Telefonieren macht das Phablet ebenfalls eine gute Figur. Unsere Gesprächspartner konnten uns ohne Probleme verstehen, umgekehrt war es genauso der Fall. Lediglich die maximale Lautstärke könnte beim Telefonieren etwas höher sein.

Der Performance-Check

Wo Snapdragon 805 drauf steht ist Highend drin

Qualcomms Snapdragon 805 ist ein wahres Schlachtross der mobilen Chipsätze. Dank der neuen Adreno 420-Grafikeinheit ist das Gerät jeder 3D-Anwendung und jedem Spiel gewachsen. Die vier Kerne können mit bis zu 2,7 Gigahertz befeuert werden und als Arbeitsspeicher kommen 3 GB RAM zum Einsatz. Das hört sich alles sehr gut an, was auch die Benchmarkergebnisse bezeugen.

Zur Leistungsmessung haben wir die Programme AnTuTu und 3DMark zurate gezogen. Bei AnTuTu wurde uns dann ein Wert von knapp 49.000 Punkten bescheinigt, der 3DMark spuckte etwas mehr als 19.000 Punkte aus. Die Rohleistung ist also definitiv vorhanden – und das obwohl das Gerät eine extrem hohe Auflösung stemmen muss.

Da ist es auch nicht verwunderlich, dass selbst Spiele-Schwergewichte wie Asphalt 8 oder Modern Combat 5 dem Galaxy Note Edge keine Schweißperlen entlocken. Beide Games laufen überaus flüssig und in sehr guter optischer Qualität. Multitasking ist ebenfalls kein Problem, die Anzahl der Apps, die man öffnen kann, bevor das Gerät in die Knie geht, erscheint beinahe endlos.

Auch beim Menü, den Startbildschirmen, dem Browser, Maps und sonstigen Anwendungen gibt es nicht das minimalste Ruckeln zu verzeichnen. Anwendungen sind sofort nach dem Aufrufen startbereit und nach dem Entsperren agiert das Note Edge direkt ohne Verzögerung. Hier bekommt man ein wahres Kraftpaket von Phablet.

Apps, Software und Seitenleiste

Der Stiftakrobat unter der Lupe

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Wo Note draufsteht ist eines auch immer drin – der Eingabestift genannt S-Pen. Dieser ist kein handelsüblicher Stylus, sondern ein intelligenter Teil des Bedienkonzeptes dieser Baureihe. Wer sich häufig Notizen machen muss, ist bei einem Gerät dieser Art goldrichtig. Zieht man den Stift heraus, erscheint standardmäßig eine Schnellzugriffsleiste mit Aktionen.

Hier kann man einen Notizblock aufrufen, Bereiche eines Bildschirminhaltes mit freier oder fester Form auswählen und speichern oder einen Screenshot machen und auf diesem etwas schreiben, beziehungsweise zeichnen. Die intelligente Software erkennt zudem die Handschrift und kann diese in normalen Text umwandeln. Nachfolgend kann man diesen dann auf verschiedenen Wegen an Freunde und Bekannte versenden.

Der S-Pen hat einen Sensor, welcher es ermöglicht, den Stift auch ohne den Bildschirm zu berühren zu verwenden. Man sieht einige Zentimeter über dem Display einen Punkt, welcher signalisiert, dass der Stylus erkannt wird. Wenn man nun den Stift über dem Bildschirm schweben lässt werden einem passende Infotexte zu den Objekten angezeigt. Das ist aber nicht der einzige geniale Kniff bei diesem Bedienelement.

Eine kleine Taste am S-Pen sorgt dafür, dass man bequem verschiedene Aktionen auslösen kann. So öffnet sich die bereits erwähnte Schnellzugriffsleiste erneut, wenn man den Stylus über dem Bildschirm schweben lässt und dann zweimal hintereinander den Knopf drückt. Der Notizblock hingegen erscheint direkt, wenn man mit gedrückter Stifttaste zweimal hintereinander auf das Display tippt.

Diese Tricks erlernt man schnell und sie stellen sich im Alltag als durchaus nützlich heraus. Was das Galaxy Note Edge vom Galaxy Note 4 abgebt ist jedoch die rechte Displaykante, welche nach unten gebogen ist. Dieses Feature wird man schnell zu schätzen wissen. Hier erhält man beispielsweise Anzeigen für das Wetter oder Benachrichtigungen, kann kleine Mini-Apps wie ein Lineal, eine Eieruhr oder sogar spezielle Spiele verwenden oder das Ganze als Nachtuhr einsetzen.

Es gibt auch Apps und Spiele im Samsung Store, welche Gebrauch von der Seitenleiste machen und damit einen erhöhten Komfort bieten. Eine geniale Funktion ist das Verwenden der Seitenleiste bei abgeschaltetem Hauptdisplay. Wenn man von oben nach unten über die Kante streicht, aktiviert man nur diese, der Rest des Bildschirmes bleibt aus. Das hat man der AMOLED-Technik zu verdanken.

Somit kann man extrem stromsparend die nützlichen Helferlein der Seitenleiste nutzen. Ganz ehrlich: zwingend braucht man diese nicht, sie macht aber optisch einiges her und bietet einen kleinen Komfortvorteil im Vergleich zu traditionellen Geräten. Abseits des gebogenen Displays und des S-Pen gibt es bei der Software gewohnte Samsung-Kost. Ein buntes Systemmenü, eine übersichtliche App-Schublade und diverse Zusatz-Anwendungen- und Funktionen.

Die Multi-Window-Option ist abermals inbegriffen, eine App für die Universalfernbedienung samt TV-Zeitschrift, Dropbox, Flipboard und Programme für den S-Pen sind durchaus nützlich. Diverse Werbe-Anwendungen hingegen eher nervig. Insgesamt gesehen macht die Software einen runden und praktikablen Eindruck.

Die Kamera im Fokus

Fotospaß oder Fotofrust?

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In den letzten Jahren hat sich Samsung bei seinen Smartphone-Kameras einen sehr guten Ruf erarbeitet. Auch beim Galaxy Note Edge patzt der Hersteller nicht und liefert eine durchaus gute Optik. Die 13-Megapixel-Kamera zeigt sich auch vom gerade herrschenden schlechten Wetter wenig beeindruckt. Die Fotos werden sehr detailliert, farbecht und äußerst rauscharm.

Zu den Rändern hin ist kaum ein Abfall der Auflösung zu erkennen und das Fokussieren und Auslösen geht blitzschnell. Mit dem Samsung Galaxy Note Edge verpasst man also kaum ein Motiv. Der LED-Blitz der Hauptkamera wurde sehr gut justiert. Sowohl bei nahen Objekten (Makroaufnahmen) als auch bei weiter entfernten Motiven ist stets eine gute Ausleuchtung gewährleistet.

Zudem filmt das Phablet in 4K-Auflösung, was 3.840 x 2.160 Pixel entspricht. Das schaffen die meisten richtigen Kameras nicht, was zwar durchaus verblüfft, im Alltag nutzt dies jedoch nur bedingt etwas. Um in den vollen Genuss der Aufnahmen zu kommen braucht man ein adäquates Anzeigegerät mit derselben Auflösung.

Schade ist das Fehlen einer dedizierten Kamerataste, diese kommt meist bei Sony zum Einsatz. Selfie-Fans dürfen hingegen Jubeln, denn Samsung integrierte eine üppige Frontkamera mit 3,7 Megapixeln im Galaxy Note Edge. Die damit geschossenen Fotos werden extrem detailliert und scharf. Abgerundet wird das Angebot der Kamera-Sektion noch mit einem großen Angebot an Software-Features.

Wer gerne Einstellungen vornimmt wird hier sicher glücklich. Samsung hat also die hohen Erwartungen an die Kameras erfüllt. Sowohl die Haupt- als auch die Frontkamera leisten gute Arbeit. Das große Display macht zudem als Sucher eine gute Figur und das Menü wird komfortabel auf der Seitenleiste des Note Edge dargestellt.

Navigations-Check

Das Galaxy Note Edge als Fremdenführer

Wie bei jedem Android-Smartphone ist auch auf diesem Phablet Google Maps vorinstalliert, welches eine Navigation sowohl für Autofahrer, als auch für Fußgänger ermöglicht. Die Wegführung und Standortbestimmung mittels A-GPS verlief auch in abgeschiedenen Winkeln der Umgebung sehr akkurat. Innerhalb weniger Sekunden hatte das Mobilgerät unsere Position ermittelt und konnte uns auch auf einer kurzen Teststrecke problemlos lotsen.

Verzichtet man jedoch auf das A-GPS, beispielsweise wenn kein Internetempfang möglich ist, verlängert sich die Zeit bis zur Standortbestimmung deutlich. Auch beim Neugenerieren von Routen muss man sich auf eine längere Wartezeit einstellen. Das ist jedoch ein generelles Problem von Smartphones und sollte dem Note Edge deshalb nicht angelastet werden.

Für eine Navigation in Gegenden, in denen stets guter Internetempfang herrscht, ist das Samsung-Phablet durchaus ausreichend.

Konnektivität und Telefon-Empfang

Mit LTE CAT6 in neue Spähren?

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Das Datenblatt des Galaxy Note Edge bescheinigt eine maximale Surfgeschwindigkeit von bis zu 300 Mbit/s. Diesen Speed kann derzeit nur die Deutsche Telekom bieten. Doch auch wenn man mangels passendem Datentarif oder Netzbetreiber diese Bandbreite nicht erreicht, macht das Gerät in diesem Bereich durchaus Spaß. Sofern eine Verfügbarkeit von LTE gegeben ist, kann man diese auch ausnutzen.

Der Empfang ist hierbei stets stabil und die Geschwindigkeit auf einem hohen Niveau. Beim WLAN gibt es ebenfalls keine Probleme, das Galaxy Note Edge wählt sich schnell in das bevorzugte Netzwerk ein und gewährt einen reibungslosen Surfspaß. Abbrüche gab es keine und die Datenrate war stets sehr gut. Der Telefonie-Empfang des Phablets kann ebenfalls überzeugen.

Fast immer waren die Signalbalken am Anschlag und keines unserer Testgespräche wurde durch einen Verbindungsabbruch unterbrochen. Auch die Infrarot-Fernbedienung funktionierte tadellos. Direkt beim ersten Versuch wurden mehrere TVs erkannt und konnten bequem gesteuert werden. Bei der Konnektivität gibt uns das Samsung Galaxy Note Edge also keinen Anlass zur Kritik.

Akkulaufzeit

Das 2K-Monster im Ausdauer-Check

Eigentlich sind 3.000 mAh für einen Smartphone-Akku durchaus ausreichend, doch hier muss ein Display mit riesiger Auflösung gestemmt werden. Samsungs bewährtes Super-AMOLED-Display sorgt aber für einen niedrigen Stromverbrauch und der Snapdragon 805-Chipsatz braucht ebenfalls im Standby wenig Energie. Diese Kombination sorgt dann für einen guten Wert bei der Ausdauer des Phablets.

Wir kamen auf eine Standby-Zeit von knapp 48 Stunden, bei einer Displaynutzung von 4 Stunden (90% Helligkeit). Hierbei wurden sowohl 3D-Spiele gespielt, als auch im Internet gesurft. Die Notizfunktion und das Seitendisplay kamen ebenfalls oft zum Einsatz und Telefonate wurden auch noch geführt. Das ist für ein Phablet mit großem Display und rasend schnellem Prozessor ein durchaus guter Wert.

Man kommt also locker über einen Tag und selbst bei hoher Beanspruchung sind zwei Tage drin. Lässt man das Gerät hingegen die meiste Zeit ruhen dürfte sogar knapp eine Woche möglich sein sein, in der man ohne eine Steckdose aufzusuchen auskommt. Wer nochmal Strom sparen möchte, der sollte, um Benachrichtigungen, Wetter oder sonstige Infos anzusehen, nicht das ganze Display aktivieren, sondern lediglich die geknickte Kante. Das schont merklich den Akku.

Die Akkuleistung ist insgesamt betrachtet durchaus für ein Gerät der Phablet-Kategorie angemessen.

Vergleich mit dem Galaxy Note 4

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Beim Samsung Galaxy Note Edge handelt es sich im Kern um ein leicht abgewandeltes Galaxy Note 4. Die Hauptunterschiede gibt es beim Display. Beim Edge löst dieses bei 5,6 Zoll mit 2.560 x 1.600 Pixel auf und verfügt zudem über eine gebogene Displaykante. Der Bildschirm des Galaxy Note 4 ist hingegen mit 5,7 Zoll minimal größer, hat allerdings keine Seitenleiste und löst mit 2.560 x 1440 Bildpunkten einen Tick niedriger auf.

Der Akku des Note 4 ist mit 3.200 mAh allerdings etwas großzügiger ausgestattet, als die 3.000 mAh im Note Edge. Zwischen beiden Geräten liegt ein Preisunterschied von etwa 150 Euro. Man muss selbst entscheiden, ob einem das die gebogene Displaykante und die höhere Auflösung wert sind. Die restliche Ausstattung der beiden Phablets ist identisch.

Fazit

Unsere abschließende Meinung zum Samsung Galaxy Note Edge

Samsung geht neue Wege, was man auch beim Galaxy Note Edge merkt. Dieses Gerät ist anders, erfrischend anders! Neben der ohnehin schon genialen Stifteingabe mit dem S-Pen, welche die Phablet-Reihe so beliebt macht, punktet das Edge mit dem an der rechten Seite gebogenem Display. Dieses offenbart ganz neue Möglichkeiten, auch wenn das Rad bei der Bedienung nicht vollends neu erfunden wird.

Die Geschwindigkeit ist klasse, der Empfang ebenfalls und die Akustik sowieso. Einzig das Display könnte einen Tick brillanter sein und die Verarbeitung wird nicht ganz dem hohen Preis gerecht. Weshalb Samsung den Aluminiumrahmen unbedingt lackieren musste, werden wir wohl nie erfahren und ebenso wenig, wieso die Rückseite nicht haptisch hochwertiger wirkt.

Doch die positiven Aspekte des Galaxy Note Edge überwiegen auf jeden Fall und zudem erhält man wohl bei keinem aktuell Gerät dermaßen das Gefühl, ein Stück Technik von Morgen zu besitzen. Des Weiteren hebt sich das Modell wohltuend aus dem Einheitsbrei der Masse hervor.

Wer also nach einem innovativen Smartphone sucht, mit dem man auch komfortabel Notizen machen kann und dank Seitenleiste über Wetter und Benachrichtigungen aktuell informiert ist, sollte sich das Galaxy Note Edge genauer ansehen. Zwar ist das Gerät nicht gerade günstig, aber man kann das Phablet auch mit einem attraktiven Vertrag ergattern.

Hier bekommt ihr das Note Edge mit einem sehr guten Vertrag.

 

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