Robuste Perfektion – das Outdoor Handy als Allrounder

Der Mensch ist heute überall zuhause, jeden Erdenwinkel möchte er erkunden und möglichst anderen so schnell wie möglich darüber berichten. Ob er in der Eis- oder in der Sand-Wüste unterwegs ist, ob er auf Felsen klettert oder in Meeresklippen taucht, der Mensch kann heute schon fast bequem in die entlegensten Orte mit den extremsten Umweltbedingungen gelangen. Was die einen als Herausforderungen betrachten, das ist für andere eine unnötige Belastung der Umwelt.
Wie dem auch sei, möglich sind die Expeditionen der Menschen erst durch den Fortschritt der Grundlagenforschung und der modernsten technologischen Produktionsverfahren, indem sie ihm Hilfsmittel zur Seite stellen, die hohen Belastungen standhalten. Sei es Kleidung, Behausung, Nahrung oder technische Ausrüstung - alles hat die Wissenschaft auch für extrem hohe Ansprüche nutzbar gemacht.
Die Kommunikation spielt dabei eine entscheidende Rolle. Nicht nur, daß sie uns den Weg weisen kann, unseren Standort überall genau bestimmt, Wetter-Zustandsmeldungen und Wettervoraussagen übermittelt oder sich als Retter in der Not hilfreich ist – seit Twitter werden Smartphones auch verstärkt genutzt, um in Echtzeit die Erlebnisse in alle Welt zu senden. Und das muß heute immer und überall verläßlich funktionieren. Dabei spielen die Begleiter der Abenteurer eine ähnliche Rolle wie die Formel 1 für den Automobilbau: die extreme Härte verlangt, was an Sicherheit und Beanspruchung unter Normalbedingungen später zum Standard wird.
Outdoor Handys können also die Leistungsfähigkeit heutiger Kommunikationstechnik unter Beweis stellen. Von daher scheint es etwas unverständlich, daß gerade dieser Spezialisierung von den Global-Playern der Mobiltelefon-Hersteller eine eher nur stiefmütterliche Aufmerksamkeit gewidmet wird. Zwar haben einige in dieser Kategorie schon immer irgendein Outdoor Handy Modell im Angebot, wie beispielsweise das Nokia 3720, das Samsung B2100 X-treme oder das SonyEricsson C 702. Aber ein echter Knaller, der eine hohe Aufmerksamkeit erregt, war bisher nicht zu bewundern.
Und wer zum Beispiel von dem Puma Phone hier eine Inspiration erwartet, der wird leider auch nur bitter enttäuscht. Dieses sportliche Handy macht zwar eine ansprechende Figur, aber sportliche Höchstleistungen kann es nicht erfüllen.
Die Ausstattung älterer Outdoor Handy Modelle war bisher leider meist etwas dürftig: UMTS, Android, Kamera, WLAN, Bluetooth, GPS – Fehlanzeige und weit weg von einer Perfektion. Damit können erst die neuesten Outdoor Handy Modelle aufwarten. Die Preise dafür sind dann allerdings schon etwas höher. Dafür gibts dann aber die Sicherheit, in Notfällen entweder selbst fast immer eine Telefonverbindung aufbauen zu können, oder durch Notrufautomatik erfolgreich gefunden zu werden. Wichtig ist das ja besonders für den harten Arbeitsalltag in der freien Natur, vor allem für Alleinarbeiter wie Landwirte und Forstarbeiter oder Ranger, sowie bei den Mitarbeitern der Berg- oder Küstenwacht. Auch im Straßen- und Tunnelbau und im Sevicebereich großer industrieller Anlagen wie Chemiebetrieben oder der Energiewirtschaft sind die mobilen Helfer fast schon lebenswichtig.
Gerade die automatische Notfallortung mit ständiger Positionsmeldung auch durch dicke Kleidung hindurch und mit speziellen Alarmtasten für die Festlegung von Suchkriterien und zeitabhängigen Meldungsdaten bietet hier eine außerordentlich hohe Sicherheit.
Eine Internetverbindung ist dann vorrangig auch nicht dazu da, um sich über aktuellste News zu informieren und zu chatten. Der wichtigste Zweck dient beim Outdoor Handy hier der Positionsortung, dem Empfang von Wetterwarnungen und aktuellen Sicherheitshinweisen für Änderungen für Fahrt- oder Gehwege.
Wer das in seinem Arbeitsalltag zu schätzen gelernt hat, der möchte natürlich auch beim Freizeitsport diese Vorzüge nicht missen – das gilt genauso natürlich sowohl für Profisportler als auch für Amateure beim Joggen, Radeln, Biken, Wandern, Walken, Bergsteigen, Fliegen, Schwimmen, Rudern, Surfen, Segeln und Tauchen.
So halten die neuesten Modelle im Vergleich eben nicht nur starken Regen aus, sondern sind bis zu einer Wassertiefe von einem Meter noch garantierte 30 Minuten voll funktionsfähig. Bei einigen privaten Nutzern sollen die Outdoor Handys – die Rede war dabei vor allem vom Sonim XP 3.2 Quest Pro – sogar schon Tauchtiefen von knapp über 10m schadensfrei überstanden haben.
Zum neuen Favoriten dieser Kategorie wird dann wohl auch das XP3 Sentinel avancieren. In dem Outdoor Handy des nordamerikanischen Nischenanbieters Sonim, das in Kürze seinen Marktauftritt bestreitet, steckt neueste Technik. Die Kamera allerdings hat eine für heutige Ansprüche doch etwas zu klein geratene Auflösung von 2 MegaPixel, wobei ein mehr an Leistung sicherlich weder zu mehr Platzbedarf noch zu mehr Gewicht geführt hätte. Entscheidend für eine Entscheidung für diese Dimensionierung wird sicherlich die Belastbarkeit des Akkus gewesen sein. Und diese Speicherkapazität hat natürlich oberste Priorität. Allerdings hätte man so seinen Nutzern den Extratransport einer vernünftigen Kamera auf ihren Touren ersparen können, wenn man ihnen die Entscheidung zum Einsatz der Fotofunktion allein überlassen würde. Wer fotografieren will, muß eben schneller wieder aufladen. Und wer lange Funkbereitschaft braucht, der läßt die Kamera dann vernünftigerweise ruhen. Naja, aber für ein gutes Erinnerungsfoto sind die 2 MegaPixel immerhin ausreichend. Dafür ist zur Kommunikation bei einem Outdoor Handy alles an Bord, was heute notwendig ist. Einziger Wunsch diesbezüglich könnte vielleicht noch ein FM-Transmitter sein, falls damit ein strapazierfähiges Smartphone nicht doch überfrachtet und dafür auch nicht seine Widerstandsfähigkeit gemindert würde. Alles kann man nicht haben und unzufrieden macht das XT-710 Sentinel auf jeden Fall nicht, im Gegenteil. Schon das Design, das sich für diese Art von Handy nun schon fast etabliert hat und in etwa dem Profil von Traktor-Reifen ähnelt, macht einen sportlichen und robusten Eindruck. Wenn auch die inneren Werte stimmen, dann könnten sich die Outdoor Handys zu einem regelrechten Modetrend entwickeln, genauso wie die Geländewagen unter den Automobilen. Das Zeug dazu haben sie.


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Cooler Artikel! Wird Zeit, das mehr Outdoor Handys auf den Markt kommen. Bin mal gespannt ob die Hersteller den Trend entdeckt haben. Ein Outdoor Handy kann man nämlich auch mit an den Strand nehmen und der Sommer ist bald vorbei!