Räumliches Sehen auf dem Handy
Den Eindruck räumlicher Tiefe bei Bildern und Videos will das Unternehmen 3M bald auch für Handynutzer möglich machen. Ganz ohne Spezialbrille empfängt jedes Auge leicht perspektivisch verschobene Bilder, die im Gehirn als sichtbares dreidimensionales Geschehen zusammengesetzt werden. Dies erfordert eine äußerst präzise Anordnung der zu einem sog. autostereoskopischen Display strukturierten optischen Linsen. Und es genügt auch keine bisher übliche Bildfrequenz von 25 Bildern pro Sekunde, sondern die im 10Mikrometer-Bereich dicken LEDs als auch das LC-Panel müssen rund 120 Mal pro Sekunde umschalten, damit unser Gehirn an eine räumliche Darstellung “wirklich glaubt”. Da auf einem mobilen Gerät der Tiefeneffekt nur relativ gering sein muß, viel weniger als bei einem Kinofilm, sehen die Marktstrategen genau die richtige Zeit gekommen für interessante dreidimensionale Effekte bei Handys und tragbaren Musik- und Videoplayern.
Schon bald sollen in Asien die ersten Geräte auf dem Markt erhältlich sein.
Na dann ermahnt uns ja bald der Versicherungsvertreter aus den Tiefen des Raumes, nun doch endlich mal zurückzurufen… Und das Beamen mit dem Handy bleibt wohl auch nur noch eine Frage der Zeit!
Quelle: Technology Review, D.Graham-Rowe


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