Ein neuer finnischer Leuchtturm: das Nokia N8
Mit seinem neuesten Modell N8 unternimmt Nokia einen erneuten Anlauf im Wettrennen um das schnellste und trendigste Handy. Ob es ans iPhone herankommt, das darf bezweifelt werden – ein großes Plus von Apple ist nunmal die gigantische Marketingmaschine, die die Kunden in die Shops bewegt. Scheibe abschneiden oder anders und besser machen, das wäre die Alternative. Nun ja, viele Fans hat Nokia, das ist wohl wahr. Aber bei den Finnen weht ja noch nicht einmal ein laues Lüftchen, wo Steve Jobs einen Sturm entfacht hätte! Daß da ein neues Smartphone erscheint, das ist kaum zu erfahren, nix zu hören, weit und breit! Glauben etwa die Nokia-Manager selbst nicht an einen Erfolg? Oder ist dem offenbaren Trend der heutigen Zeit folgend deren Marketingvorstand zurückgetreten und keiner hats bemerkt? Nun, wir werden es nicht klären können. Falls aber bei Nokia irgendjemand mit Verkaufsförderung befaßt ist, dann sollte sich dieses Personal schon fragen, obs der richtige Job ist!
Wenden wir uns also besser der Technik zu: Oder erstmal dem Design: Nokia-typisch sieht es aus und das ist ja auch nicht schlecht – jedenfalls hinterläßt es einen sehr seriösen Eindruck, vielleicht ein wenig zu konservativ. Aber wenn es dahergekommen wäre wie das Abbild des iPhone – die Häme wäre viel zu groß! Also dann schon in guter Tradition, und das ist ja ebenso ein untrügliches Wiedererkennungszeichen, wie es halt die Autobauer auch machen.
Wenn schon nicht mit dem iPhone, so läßt sich das N8 als Nachfolger des N97 etwa mit dem Samsung i8910 vergleichen oder muß sich mit dem Milestone von Motorola, dem HTC Desire, dem Xperia X10 von Sony Ericsson und auch Google’s Nexus One messen lassen. Als erstes Telefon mit Symbian 3 als offenem Betriebssystem jedenfalls ist es in der Reaktionszeit sehr schnell – ein wichtiger Aspekt für die Kundenzufriedenheit. Es unterstützt Multitouch und ist mit drei Startbildschirmen ausgestattet, die frei mit Widgets belegbar sind. Eine gemeinsame Anwendung für Social Communities wie Facebook und Twitter und eine Integration von Community-Daten in den Organizer des Geräts bieten eine ständige Statusübersicht über alle Kontakte. Auch den Symbian-Taskmanager hat Nokia weiter verbessert. Für Entwickler steht mit dem sog. SDK eine Sammlung von Programmierwerkzeugen zur Verfügung, um dem Erfolg der Konkurrenz mit ihren Apps etwas entgegensetzen zu können.
Zu diesem Zweck wurde das Smartphone mit neuester Technik versehen. Highlight bildet auf jeden Fall die 12-Megapixel-Kamera von Carl-Zeiss, die nicht nur Fotos in HD-Qualität (720p) ermöglicht, sondern diesen höchsten Standard auch für Videoaufnahmen bietet. Darüber hinaus sind mit WLAN ein schneller Datentransfer an den HotSpots gesichert, mit Bluetooth 3.0 ebenfalls eine schnelle Verbindung zur Peripherie möglich und durch Dolby Surround Sound auch die Audio-Qualitäten vom Feinsten. Ein HDMI-FM-Transmitter macht das Handy dann beinahe vollkommen.
Eine herausragende Neuerungen des Nokia N8 ist ohne Zweifel aber USB On The Go (OTG). Diese Funktion kann das neue Smartphone direkt mit USB-Sticks, Handys oder anderen Datenträgern wie MP3-Player, Digitalkamera oder Camcorder verbinden und so unmittelbaren Zugriff auf die gespeicherten Inhalte ermöglichen. Damit entfällt das Zwischenspeichern und Zwischenschalten eines PC – das ist einfacher, schneller und bequemer und natürlich im wahrsten Sinne mobile Freiheit.
Die beiden Nokia-Trailer versprechen ein interessantes Handy:



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