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Neue Technologien für neue Handys

Mit diesem Artikel möchten wir einen Überblick zu aktuellsten Technologien geben, die die Zukunft für die neuen Handys bereithält:
GPS:  Microsoft entwickelt die Orientierung ohne Navigations-Satelliten mit mathematischer Sensorauswertung von Wegedaten im Handy.
Bilderkennung: Intelligente Handy-Software zur Gefahrenwarnung im Straßenverkehr von der Uni Kassel verhindert Unfälle.
Lokalisierung: Von Facebook, das nun bald den Aufenthaltsort seiner Teilnehmer zeigt, bis zum Iris-Scanner, der dann wirklich alles weiß.

A) Die Firma Microsoft investiert sehr stark in die Forschung. Den firmeneigenen Laboratorien ist es nun gelungen, eine Software für neue Handys zu entwickeln, die den Weg seines Nutzers anhand von digitalen Markern verfolgt. Dazu sammelt das System Sensordaten mithilfe dreier Komponenten: Der Beschleunigungsmessers berechnet den Weg, der Kompass registriert die jeweilige Bewegungsrichtung und das Barometer ermittelt die Höhenlage anhand von Luftdruckschwankungen. So kann man zum einen erkennen, ob man sich seinem Ziel nähert oder zum anderen auch seinen gefahrenen oder gelaufenen Weg zurückverfolgen. Ersteres ist notwendig, wenn die Verbindung zum GPS-Satelliten unterbrochen ist, in Häusern, in Aufzügen, in abgeschirmten Gegenden wie Tunneln oder Felswänden oder schlicht in von der Navigation durch GPS noch nicht erfaßten Gebieten. Zweiteres kann nützlich sein, um neue Wege zu kartieren oder wiederzufinden, was bei der Unfall- und Bergrettung sehr wichtig ist, aber genausogut helfen kann, das Auto in einem Parkhaus oder verlorene Gegenstände oder einfach auch Personen wiederzufinden. Damit wird natürlich sofort klar: Hier ist neuer Sprengstoff für die Datensicherheit versteckt. Denn wenn die Smartphones die Streckenparameter für zurückgelegte Wege über das mobile Internet übertragen können, dann steht die Gefahr für Mißbrauch drohend im Raum. Zum Beispiel könnten Arbeitgeber ihre Mitarbeiter genau überwachen oder private Schnüffeleien angestellt werden. Tja, wir müssen uns dieser Tatsache stellen: Immer bessere technologische Lösungen für mobile Hilfsmittel machen uns andererseits auch immer mehr zum “gläsernen Bürger”. Aber wenn wir solch nützliche Technik austüfteln können, dann fällt uns zu einer wirklich sinnvollen Nutzung und gegen Mißbrauch bestimmt auch etwas Vernünftiges ein, da sind wir voller Hoffnung!
Aber die heute verfügbaren Handys mit GPS leisten ja auch schon Gigantisches und bieten ihre Navigationssoftware überdies auch noch kostenlos an, wie zum Beispiel beim Apple iPhone4, Samsung Galaxy S, Motorola Milestone, Nokia C5 oder HTC Touch2.

B) Forscher der Universität Kassel haben für das Handy mithilfe genau derselben Parameter der Bewegungsrichtung seiner Nutzer und zusätzlicher Bilderkennungssoftware für die Umgebung ein neuartiges Sytem zur Verkehrsicherheit entwickelt. Diese visuelle Fähigkeit der Handykamera kann Fußgänger oder andere Fahrzeuge und deren Bewegungsrichtung ermitteln, so wie es mit Augmented Reality ja heute auch schon möglich ist, Gebäude und andere Sehenswürdigkeiten rein optisch zu bestimmen. Aus diesen Daten analysiert die Software dann mit wenigen Berechnungen die Positions-, Kontext- und Profildaten zur möglichen Bewegungs- und Reaktionsdynamik und weiß, wohin die entgegenkommenden Personen oder Fahrzeuge im nächsten Moment laufen bzw. fahren. Klingt wie moderne Wahrsagung, aber so können eventuelle Kollisionen vorzeitig erkannt und vermieden werden. Einmal wird der Handynutzer selbst gewarnt und hat dadurch ausreichend Zeit,  einer Gefahr auszuweichen. Zum anderen könnten in einem späteren Entwicklungsstadium die mobilen Geräte wie Handys, MP3-Player oder GPS-Navigationsgeräte mit einer Warnvorrichtung versehen werden und die Gefährdeten so durch ein Signal des Entgegenkommenden rechtzeitig warnen. Auch hier stellt sich natürlich wieder die Frage der Datensicherheit und der Mißbrauchsverhinderung. Siehe oben. Moment, nicht so schnell – noch klappts nicht, nicht jetzt schon als Biker durch die Fußgängerzone heizen!

C) Lokalisierung von Handynutzern ist ein immer wiederkehrendes Thema, das wohl die Gemüter derzeit am meisten bewegt. Manche freuen sich aber trotzdem, nicht nur ihre Gedanken mitteilen zu können, sondern auch die aktuelle Umgebung zu zeigen, in der sie diese Geistesblitze hatten. Andere wiederum wollen überhaupt nicht oder zumindest nicht allen auf die Nase binden, wo sie gerade ihr Unwesen treiben – aus sehr persönlichen und meist auch verständlichen Gründen. Für alle bietet Facebook sicher bald, in den USA jetzt schon, die Möglichkeit, sich in das Facebook Places System einzuchecken und alte oder neue Freunde in der Nähe anzupeilen. Klar, auch hier sieht man schon wieder die personalisierte Werbung winken, aber es ist ja jede Teilnahme wie immer vollkommen freiwillig. Auch hat der mit Facebook eng zusammenarbeitende Geodienst Fourscquare seine Privatsphäre-Einstell-Möglichkeiten erweitert, um Bedenken zur Datensicherheit zu zerstreuen und jedem die Intensität der Preisgabe eigener privater Daten selbst in die Hände zu legen. Also harmlos das Ganze, oder doch nicht? Vor allem ist es wenig verglichen mit jenen Iris-Scannern, die die Stadtväter von Leon in Mexico installieren lassen. Auf allen Plätzen kann so jeder Passant von Hunderten aufgestellten Geräten anhand seiner spezifischen Iris-Struktur mithilfe einer Datenbank identifiziert werden. So nach dem Motto: “Schau in den Scanner, Kleines, und wir wissen, wer Du bist!” Mit Kriminellen-Verfolgung beginnt die Jagd alà Großer Bruder – mit dieser Masche werden solche Sachen von den Behörden ja gerne durchgedrückt -, und in zehn Jahren sind dann alle Einwohner dort verzeichnet. Wenn dieses Beispiel Schule macht, dann sind wir nicht nur mehr gläserne Bürger, sondern Gefangene der Technik. Ob wir das alles so wollen?!

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