Linsensuppe oder Augenschmaus – Handys mit Kamera werden immer perfekter
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Die professionellen Digitalkameras haben es schon auf 25 Megapixel gebracht. Drei High-End-Smartphones können schon mit 12 Megapixel aufwarten; einige haben schon 8 und die 5 wird nun wohl langsam aber sicher zum Standard. Die Frage bleibt zu klären: Braucht man das überhaupt?
Zunächst einmal muß die Feststellung getroffen werden, daß die Bildqualität beim Fotografieren nicht allein von der Auflösung nach Bildpunkten, den Pixeln, abhängt. Auf ein glückliches Händchen kommt es wohl vor allem an. Aber es spielen auch weitere technische Faktoren wie die Sensorengröße und die weitere Quantisierung der digitalen Signale durch die Kamerasoftware, aber ebenso natürlich das Objektiv und die Qualität der Fotolinse eine entscheidende Rolle. In dieser Beziehung wird die Miniaturisierung immer weiter vorangetrieben. Dem sind allerdings physikalische Grenzen gesetzt, auch wenn es heute den Forschern schon gelungen ist, sehr kleine Nano-Bauteile zu entwickeln, wie zum Beispiel sog. Graphen in der unvorstellbar kleinen Größe eines einzigen Atoms. Damit steht zu erwarten, daß auch die Sensoren, die vor allem die Baugröße der integrierten Kameras bestimmen, immer weniger Fläche benötigen und damit die Kameras also auch ständig leistungsfähiger werden. Nur die Objektive lassen sich nach den Gesetzen der Optik nicht beliebig verkleinern – der Grund, warum bei der geforderten flachen Bauweise der Handys ein optischer Zoom keine Verwendung bisher gefunden hat, bzw. sich nicht in der Winkelbauweise, wie es Nokia zunächst versuchte, durchsetzen konnte.
Organisch sind dem menschlichen Auge ebenfalls Grenzen zur Wahrnehmung gesetzt. Von der Aufnahmefähigkeit seiner Augen kann der Mensch nur einen Farbunterschied von etwa einer Bogenminute auflösen, was bei einem natürlichen Sehbereich von etwa 50° in der Diagonale circa 4 Megapixel entspricht. Bei einer größeren Pixelzahl ist das Auge nicht mehr in der Lage, die Bildschärfe genau einzustellen, das Bild beginnt zu flackern. Diesen Effekt kann man sehr leicht nachprüfen bei der Betrachtung des Nachthimmels: Die meisten sichtbaren Fixsterne sind so klein, daß ihr geringer Lichtstrahl immer nur von einem Rezeptor im Auge wahrgenommen werden kann – da die Bewegungen der Luft und auch nicht zu vermeidend und fast unmerklich die unseres Kopfes den Lichstrahl eines einzelnen Objektes immer auf einen anderen Rezeptor lenkt, entsteht der Eindruck des Sternenglitzerns, also eine Unschärfe. So verhält es sich dann auch bei Fotografien mit einer hohen Pixelzahl. Diese zu maximieren führt also aufgrung biologischer Gegebenheiten nicht automatisch zu einer höheren Bildqualität, es muß also ein Optimum gefunden werden. Ansonsten weicht das Auge auf das Betrachten von kleineren Bildausschnitten aus und der Gesamteindruck bleibt eher verschwommen.
Was also hat eine Pixelzahl von mehr als 4 Millionen auch bei einem Handy mit Kamera dann für einen Sinn?
Ein großer Vorteil ist auf alle Fälle, daß immer kleinere Sensoren immer größere Bildausschnitte ermöglichen. Da das Auge davon nur kleine Bereiche wahrnimmt, haben diese partiellen Bildteile dann ja auch nur viel weniger Pixel. Damit ermöglicht also ein mit 12 Megapixel aufgenommenes Foto eine umso höhere Bildvergrößerung, ohne daß die einzelnen Pixel unterscheidbar, d.h. sichtbar werden. Und da die Software in den Handys eine tiefgehende Bildbearbeitung gestattet, ist es möglich, von den gespeicherten Fotos umso kleinere und noch erkennbare scharfe Ausschnitte auszuwählen und auszudrucken oder als MMS zu verschicken oder auch als Bildbestandteil in Internetseiten zu verwenden.
Das Auflösevermögen der Kameras wirkt sich natürlich auch direkt auf die Qualität ihrer Videoaufnahmefunktion aus – bei 5, besser 8 Megapixel sind das dann schon Videos in HD-Auflösung, was einem Handy mit Kamera so zu einem noch viel höheren Gebrauchswert verhilft.
Besonders wichtig ist beim Fotografieren mit hoher Bildauflösung das Ausnutzen von guten Lichtverhältnissen. Am Tag und im Freien ist das allermeistens kein Problem, aber in geschlossenen Räumen oder in der Dämmerung muß man dann mit künstlichen Lichtquellen nachhelfen. Deshalb ist bei den Kamera Handys das Vorhandensein eines Blitzlichtes von großer Wichtigkeit. Die kosten natürlich Akku-Leistung, wobei die Energieeffizienz dieser Lichtquellen auch ständig gesteigert wird und die LED-Leuchten eine relativ hohe Leistung bei inzwischen relativ geringem Stromverbrauch aufweisen.
Einen gewissen Schwachpunkt bei Handys mit Kamera bilden die Auslösezeiten und die Reaktionszeit des Autofocus, also der automatischen Schärfeeinstellung. Wer da Hochleistungen erwartet, der kann dann sicher auf eine extra anzuschaffende Digitalkamera nicht verzichten. Beim Handykauf sollte man sich somit schon im Vorhinein ein genaues Bild über die Leistungsfähigkeit seines Wunsch-Handys mit Kamera machen und dann nicht nur über den Preis eine Kaufentscheidung treffen, denn Smartphones mit High-End-Perfektion erfordern eben auch ein höheres Budget.
Wie sieht die Ausrüstung der Handys mit Kamera heutzutage nun aus?
Eine doch hohe Anzahl von 25% aller Mobiltelefone, die in den letzten 2 bis 3 Jahren auf den Markt gekommen sind inclusive des Segments Kamera ohne Handy, verfügt über eine hochwertige Handy-Kamera von mehr als 3 Megapixel, die selbst natürlich trotzdem noch die absolute Mehrheit und vor allem damit den Bereich für günstige Handys ausmachen. Auch damit sind gute Schnappschüsse und mehr ebenso immer erreichbar. Den Löwenanteil bei der gehobenen Premium-Kamera-Klasse bildet klarerweise die Ausrüstung mit einer Bildauflösung von eben den 5 Megapixeln - reichlich 21% ist ihr Anteil stark. 3% aller Handys mit Kamera haben dann schon eine 8 Megapixel-Kamera an Bord, das sind genau 14 Telefone. Und mit 12 Megapixel können insgesamt 3 Handys mit Kamera bis heute aufwarten, was dann 0,6% entspricht.
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Die drei Rekordhalter in Sachen Auflösung mit 12 Megapixel sind die Handy-Modelle Nokia N8, das in Kürze seinen Marktauftritt bestreitet, sowie schon etwas länger am Markt das Samsung Pixon12 M8910 und das SonyEricsson Satio. Allen dreien wird in Tests eine ausgezeichnete Bildqualität mit einem Optimum an Farbbrillanz und Tiefenschärfe bescheinigt und ein Handy Vergleich lohnt sich allemal. Das Pixon12 erreicht eine außerordentlich hohe Stufe in der Fotografie-Technik, das wird von fast allen Testern so beurteilt. 349,- € als Preis sind da wohl nicht allzu hoch gegriffen, auch wenn klar ist, daß es eben schon immer etwas teurer war, etwas besonderes zu besitzen.
Der Test des Satio hat bei allen Fachleuten von sehr gut bis excellent abgeschnitten. Auch die Multimedia-Eigenschaften und das Touchscreen-Display konnten überzeugen. Ohne Vertrag kann man es heute schon für 345,-€ erwerben.
Das N8 Preislevel wird sich nach heutigem Stand der Vorbestellung auf einem höheren Niveau bei etwa 450,-€ bewegen – es tritt aber vor allem auch gegen das iPhone 4 an, und da ist nicht nur die Kamera eine entscheidende Ausrüstung, sondern spielen dann schon alle Features, insbesondere die neue Software Symbian3, eine große Rolle. Ein kurzer Vorabtest von Chip-online kam da allerdings zu keiner so guten Beurteilung und bescheinigte diesem als neues Flaggschiff von Nokia ins Rennen geschickten Smartphones nur Mittelfeld-Qualitäten. Aber die richtigen Tests nach Markteinführung können da sicher noch mit einigen positiven Überraschungen aufwarten. Das wäre uns Nokia schuldig und wird es sicher auch einlösen.
In der Klasse der Handys mit 8 Megapixel-Kamera sind bisher ausschließlich die vier großen Global-Player LG electronic, Motorola, Samsung und Sony Ericsson vertreten.

Positiv überrascht hatte hier vor allem der nordamerikanische Hersteller Motorola. Mit seinem Milestone XT720 konnte es die Kunden vor allem in seinem Heimatmarkt überzeugen und endlich in der Handysparte auch wieder schwarze Zahlen schreiben.
Sony Ericsson hat die reichste Auswahl zu bieten und sogar 6 verschiedenen Modelle mit einer 8-Megapixel-Kamera entwickelt: das Aino, das C905, das Vivaz, das Xperia X2 und das Xperia X10, sowie das W995. Die Preise bewegen sich bei diesen Modellen auch je nach Ersterscheinen zwischen 229,- € und 336,- € und bieten damit eine breite Palette von Möglichkeiten.
Von Samsung sind vier Modelle mit einer 8-er Kamera auf dem Markt: das I8510 INNOV8, das I8910 HD, das M8800 Pixon und das S8300 Ultra Touch. Die sind nicht mehr so ganz aktuell, alle aus dem Jahr 2009 und älter, aber schon ab 189,- € bis 329,- € zu haben, ersteres allerdings nur mit Vertrag, damit aber wie üblich ab 0,- €.
Schließlich bietet LG noch drei Modelle an: das GC900, das GD900 und das KC910 Renoir. Alle liegen im Preis um die 260,- € herum.
Hier noch ein Vergleich der interessantesten Modelle.
Für die Handys mit Kamera in der Größe 5 Megapixel sind insbesondere die drei Beispiele Apple iPhone 4, HTC Desire und Samsung Galaxy S zu nennen, die über eine sehr hochwertige Kameratechnik verfügen und bei denen man dann schon vom Erreichen eines Optimums sprechen kann.
Abschließend läßt sich feststellen: Ein Handy mit Kamera bietet eine hohe Fotoqualität, die mehr als nur Schnappschüsse gestattet und eine hochwertige Bildbearbeitung und -nachbereitung zulassen. Durchaus tauglich für das Familienalbum bis zur Plakatgröße lassen sich alle Formate herstellen. Aber dazu muß man beim Kauf nicht nur auf die Auflösung achten, die schon ab 5 Megapixel ausgezeichnete Ergebnisse zuläßt, sondern sollte der Qualität des Objektives, der Reaktionszeiten und der Peripherie wie Lichblitz und Geotagging ebenso Aufmerksamkeit schenken. Ebenso ist die Frage der digitalen Verarbeitung und der Datenübertragung zu klären. Aber da leisten sie allesamt heute schon sehr Beachtliches.


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Ein toller Artikel!
Ein Handy mit Kamera sollte man ich auf jeden Fall anschaffen, so hat man immer eine Kamera dabei und kann zwischendurch schöne Schnappschüsse und Zufallstreffer machen. Leider muß ich beim iPhone 3G abraten, die Kamera ist hier eher mäßig – was aber beim 3GS und 4 schon besser sein soll. Ein Test sollte aber jeder selbst machen.