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Handy mit Flatrate-Tarif – ein Auslaufmodell?

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Jeder fünfte Mobilfunker surft mit seinem Smartphone auch im Internet und jeden Monat werden es 20 Millionen weltweit mehr. Klar, da gehen unheimlich viele Daten über die Sender. Den Mobilfunkanbietern wird das laut der “Financial Times Deutschland” zu viel, die Wirtschaftlichkeit ihres Sevices würde darunter leiden.

Und wenn in einiger Zeit der noch schnellere Standard LTE noch mehr Daten durch die Netze schickt, dann wird den Providern die Situation wohl gänzlich unübersichtlich, wie die Telekom-Manager nach einer Befragung befürchten. Die nordamerikanische Telefongesellschaft AT&T geht wohl nun auch schon den ersten Schritt und bietet zum Festpreis von 25 US-$ ganze 2 GB Daten an (zur Erinnerung: das ist etwa die Datenmenge, die 2 komprimierte 120minütige Filme oder jeweils 40 Stunden Online-Spiele oder Internetradio oder das Laden von 200 umfangreichen Internetseiten beanspruchen). Nach deren Statistiken würden 65% der Nutzer mit gerade mal 200 MB ohnehin viel weniger verbrauchen und lediglich 2% über dieser Grenze funken und somit mehr Gebühren zahlen müssen. Wobei eine heute veröffentlichte Studie besagt, daß auch in Deutschland nur 13% der Befragten das Internet mobil nutzen und sogar nur jeweils 7% Apps verwenden oder die GPS-Navigationsfunktion aufrufen.

Allerdings fällt mir hier schon ein Einwand ein: Genauso wie bei den Speicherkapazitäten für die heimischen PC’s ist die Erweiterung auch bei den App-Stores und Uploads nicht nur durch einen höheren Bedarf seitens der Konsumenten bedingt, sondern liegt vorrangig an dem immer größer werdenden Software-Umfang durch Neuentwicklungen. Die machen zwar unser Leben als Nutzer immer spannender und schöner, aber sie werden uns ja auch als Verbesserung angepriesen. Mit dem Trend der Verteuerung erschleicht uns dann aber doch die Vermutung: Letztendlich dient die neue Technik wohl dazu, um immer höhere Preise herauszuschlagen. Aber diese ersten Meldungen sind wohl die üblichen Vorboten und eventuell auch nur Testballons – letztendlich können wir sicher auch in Zukunft weiter dem Wettbewerb vertrauen, mit dem es bestimmt auch weiterhin viele Anbieter gibt, die bei einer fairen Preisfindung auch im Sinne von uns Anwendern hilfreich sind und trotzdem Gewinne schreiben. Andererseits haben wir starke Verbündete: Den Herstellern der Mobiltelephone sind die Datentarife in Deutschland auch zu hoch, wie heute zum Beispiel der LG-Handy-Chef  Sascha Hancke in einem Interview mit “Telecom Handel” betont. Obwohl die Gründe für diese Meinung etwas tiefer liegen, denn die hohen Gebühren kommen zum Teil auch wegen der hohen Handy-Subventionen zustande. Auch das ist eine Stellschraube, an der in nächster Zeit eventuell gedreht werden könnte. Naja, aber eine hohe Nachfrage bedeutet eigentlich auch immer niedrigere Preise – also muß man auch keine Angst vor der Zukunft aufbauen. Und die bleibt hoch und wächst sogar noch weiter, denn die Umsätze bei Smartphones haben sich laut einer Erhebung von CEMIX im Vergleich zum letzten Jahr verdoppelt, wenn auch die Durchschnittspreise um 10% gefallen sind. Aber hey, als Handy-Nutzer find ich das ja gut!

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