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Energie aus Zink und Luft

ReVolt Akku Energie aus Zink und LuftDie entscheidenden Faktoren, die ein Handy zu einem nützlichen Gebrauchsgegenstand im Alltagsleben machen, sind natürlich nicht nur die Multimedia-Software und ihre Anwendungen zum Telefonieren, im Internet Surfen und allem was sonst noch von einem mobilen Smartphone erwartet wird. Sondern ganz wichtig ist es, die Energie für die Rechenleistung möglichst lange und stetig zur Verfügung zu haben. Dafür wird viel geforscht und entwickelt. Einen neuen Ansatz liefert dazu jetzt die Schweizer Firma ReVolt. Deren Techniker haben einen Zink-Luft-Akku entwickelt, der für die Hälfte der Herstellungskosten immerhin dreimal so viel Energie  speichern  soll wie die zur Zeit vorrangig eingesetzten Lithium-Ionen-Zellen (sehr schöner Beitrag zu deren Funktion auch in der “Welt“). Schon ab 2010 werden sie zuerst als Knopfzellen für Hörgeräte auf den Markt kommen. Die für Handys erforderlichen leistungsstärkeren Akkus brauchen noch etwas Entwicklungsarbeit bis zu ihrer Marktreife. Aber schon bald soll auch dieses wichtige Einsatzgebiet versorgt werden können.

Kurz zur Technologie: die Zink-Luft-Batterien arbeiten wie der Name schon sagt mit Sauerstoff aus der Umgebungsluft, um Strom zu erzeugen. Das Zinkoxid wird dabei in Zink und Sauerstoff zerlegt, der dann an der Luft-Elektrode entweicht. Sie sind deshalb sicherer als andere Energiespeicher.  Außerdem enthalten sie keine extrem reaktionsfreudigen Chemikalien und können sich deshalb auch nicht entzünden, was etwa bei Lithium-Ionen-Akkus in der Vergangenheit  ja leider ab und an passiert ist.

Momentan sind die Ladezyklen der Prototypen noch nicht in der Höhe, die für den Gebrauch von Handys erforderlich ist, aber sie schaffen immerhin bereits über Hundertmal, ohne dass die Kapazität sinkt. Wenn dann die Zahl von 300 bis 500 Aufladungen erreicht sein wird, dann können die Energiespeicher auch effektiv ihren verläßlichen Dienst in unseren Telefon-Computern mit seinen immer zahlreicheren stromintensiven Anwendungen leisten.

Quelle und Bild: Technology Review, Kevin Bullis

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