Instant-Preview: Die im Festnetz-Internet von Google eingeführte Darstellung der Suchergebnisliste mit Lupenfunktion für die unmittelbare Web-Seitenanzeige wird nun auch mobil. Diese Funktion erhält die Form eines Vorschau-Web-Seiten-Streams und ist für alle mit Android oder Apple-iOS ausgerüsteten Handys und Tablets verfügbar. Dabei können die gefundenen Webseiten auf dem Touchscreen per Fingerwisch und Zoom ebenso durchsucht werden, wie die Nutzer das bei den Apps, Dateien oder Bildern schon gewohnt sind. Voraussetzung für die Anzeige ist natürlich, daß die für die Suche ermittelten jeweiligen Ergebnisse auch in der mobilen Version vorliegen. Diese Form der Darstellung spart dann insgesamt viel Zeit, und das ist ja gerade bei der mobilen Internetnutzung sehr wichtig. Und es rückt auch bisher noch nicht oder nur zaghaft auf die mobilen Smartphones und Tablet-PC’s übertragene Anwendungen immer mehr ins Zentrum des Interesses. Nicht zuletzt wertet es auch die Gestaltung der mobilen Webseiten auf – das ist ja auch ein Grund, mobiles Internet häufig und gern zu nutzen. Augmented Reality – das Einblenden von Informationen in Realbilder – oder Cloud-Computing zum Beispiel, also immer anspruchsvollere Software-Aufgaben bestimmen verstärkt die Zukunft des mobilen Internets . Auch die immer mehr erweiterte Bandbreite der Funkverbindungen, als nächstes dann die LTE-Technologie, läßt immer komplexere Anwendungen zu. Innovationen wie eben auch Google’s Instant Preview beispielsweise, sind deshalb von den führenden Anbietern ein wichtiger Bestandteil der Unternehmenspolitik und bieten uns Nutzern spannende Weiterentwicklungen. Denn die Zukunft sieht so aus, wie es Google-CEO Eric Schmidt formulierte: “Kinder haben heutzutage nur noch zwei Zustände: Entweder sie schlafen oder sie sind online.”
Eine andere, aber weit mehr bekannte Marke startet ebenfalls eine Offensive, und zwar eine Markennamen-Patentierung. Apple meldete 42 von 45 möglichen Markenklassen an und würde, wenn dem Antrag stattgegeben wird, in fast allen nur erdenklichen Kategorien die Namensrechte besitzen, die ja sogar soweit gehen, daß dieser Schutz auch für einen Eier-Becher “Ei-Pott” gilt.
Eine Auseinandersetzung mit grundsätzlichen Fragen der Technik- und speziell der Software-Gestaltung ist heute in der Sonntagsausgabe der FAZ und glücklicherweise zusätzlich auch online erschienen. Für dieses Plädoyer möchten wir eine begeisterte Leseempfehlung aussprechen!
Der amerikanische Autor David Gelernter wirft uns Nutzern zurecht vor, trotz einer Faszination an Information keine Zeit für das Aneignen von Grundlagenwissen zu verwenden – “und das ist befremdlich”. Er weiß wirklich ganz genau, wovon er spricht, denn er wurde im Jahre 1993 das Opfer eines unwissenden und naiven aber kriminellen Briefbombenlegers. Der wollte in seinem blinden Hass auf die technologische Revolution die maßgeblichen Köpfe des Fortschrittes töten.
Daraus schlußfolgert der Autor, daß es immens wichtig und notwendig ist, die technische Entwicklung für den Menschen zu schaffen und die Menschen mitzunehmen auf diesem Weg in die Zukunft. Leider aber muß er feststellen, daß Computernutzer zu Passivität neigen und nur wollen, was die Industrie bietet. Dies zu überwinden, dazu gehört einerseits Wissen, aber andererseits auch Kreativität und Gestaltungswille. Das moderne Internet und die sozialen Netzwerke haben aber die Möglichkeit geschaffen, die Nutzer geradezu einzuladen, sich am technologischen Fortschritt aktiv zu beteiligen.
Und das ist es vielleicht auch, was Steve Jobs mit seinen Konzepten bei Apple für das iPad, das iPhone, den iPod, den iMac und den MacApps immer wieder schafft. Nicht die Implementierung komplizierter Hardware schafft Akzeptanz beim Publikum, sondern die Optimierung des Produktes als Ganzes mit einem Zusammenspiel aus Hard- und Software im Sinne von: was will der Mensch – was kann die Technik – was ist das beste?
Deshalb hier auch nochmal das Schlußwort an Prof. Gelernter: Es gehört zu ihrem Wesen, “…dass die Technik Kunst und Design braucht, damit sie ein Segen für die Menschen und nicht nur eine sprudelnde Geldquelle ist.”
Keine Frage, mit der zweiten Tablet-Generation – noch bevor die Konkurrenz überhaupt je ihr erstes Gerät plazieren konnte mit der einzigen Samsung-Ausnahme Galaxy Tab – hat Steve Jobs mit seinem iPad2 wieder einen ganz großen Coup gelandet. 90% des Marktes sind momentan fest in der Hand von Apple durch den riesigen Verkauf von 15 Millionen iPad der ersten Generation und er wird sich von seinen Anteilen auch nur ganz schwer verdrängen lassen. Klar, wenn im Laufe diesen Jahres an die 100 Tablets auf den Markt geworfen werden, dann bleibts sicher nicht bei diesem großen Kuchenstück, aber davon geht die Apple-Welt doch nicht unter. Denn er hat viele loyale Fans um sich versammelt, alte wie neu hinzu gewonnene, die das iPad für das beste halten, was man besitzen kann. Und sie haben ja nicht ganz unrecht. Schaut man sich die Mitbewerber an, dann wirken die schon stark nachempfunden und schon ein bißchen wie Spielzeug. Am besten kann da wohl Motorola mit seinem Xoom, RIM mit seinem BlackBerry Playbook und HTC mit dem Flyer im Design parieren. Ob sie dagegen technisch besser sind, das läßt sich ja erst sagen, wenn die ersten Tests dazu gelaufen sind, und das dauert schon noch etwas. Zumal die Wettbewerber nun auch erstmal in Klausur gehen mußten, um über ihre Preise und wahrscheinlich auch zur Marktstrategie nachzudenken. Peinlich.
Die auf 8 mm geschrumpfte Stärke und das um ca. 100g reduzierte Gewicht zeigen den Vorsprung des iPad2 unmißverständlich an und sind beim Nutzer auch deutlich spürbar. Genauso macht sich die durch den 1-GHz-Dual-Kern-Prozessor gesteigerte Rechenleistung bei gleicher Akku-Betriebsdauer von 10 Stunden sehr positiv bemerkbar. Dem kann dann die Kritik der zwei etwas schwachen Kameras keinen Abbruch tun. Denn für Video-Telefonate sind die mehr als ausreichend. Und um gute Fotos zu machen, dazu würde das Fotografieren mit dem iPad2 wohl doch etwas zu albern wirken – also das will und braucht doch wirklich keiner.
Rundum ist das ein neuer Handheld-PC, dessen Zusammenspiel aus Software-Funktionen und Hardware-Design optimiert wurde. Zum Wohle eines schnelleren Web-Seiten-Aufbaus und eines Geschwindigkeitszuwachses bei der Graphikleistung kann das iPad 2 auch mit den insgesamt marginalen Verbesserungen als sehr gelungen bezeichnet werden und wird sicher bei den Kunden und den Fans sehr gut ankommen.
Mit einem kurzen Demovideo gibt Google erste Einblicke in die Features der neuesten Version 3.0 des Betriebssystems Android. Es soll den Namen Honeycomb erhalten. Im März wird es als Update zur Verfügung stehen, also dann auch auf den neuesten Handys installiert sein. Allerdings wurde es bisher nur für Tablets optimiert. Für Smartphones ist nicht sicher, ob es diese 3.0 als Update geben wird. Aber entsprechend eines Interviews mit dem Chefentwickler Andy Rubin steht als “Icecream Sandwich” die nächste Android-Generation schon fest, wie er gegenüber techcrunch verriet.
Folgenden Video vermittelt einen ersten Eindruck :
Die Anzahl der Frequenzen für mobile Kommunikationsgeräte sind begrenzt und zum Teil schon überlastet. Eine Möglichkeit, den Engpass zu verhindern, wird von der amerikanischen Technologiefirma xG getestet. Sie nutzt das nur zu 15% frequentierte Band um 900 Megahertz, auf dem schnurlose Telefone und Babyphone senden. 33 Mal in der Sekunde tastet die Software das Spektrum an, um freie Kapazitäten zu finden, und legt automatisch die Gespräche dann genau in diesen Bereich. Dieser als Ergänzung gedachte Verbindungsaufbau kann sowohl die Sprache in guter Qualität als auch Datenströme und SMS-Nachrichten übermitteln.
Eine andere Möglichkeit, bisher für unmöglich gehaltene Funkverbindungen herszustellen, bietet ein sogenannter “Spot Connect GPS-Dongle”. Genutzt wird hier das GPS-Satellitensystem und setzt nur die freie Sicht zum Himmel voraus. Allerdings lassen sich nur SMS-Nachrichten oder E-Mails mit 41 Zeichen, also etwa kurze Hilferufe oder Standortbezeichnungen absetzen, was dann auch schon mal 20 Minuten dauern kann. Aber es rückt unsere Welt wieder ein bißchen mehr zusammen.
Noch im Januar sollen laut einer offiziellen Mitteilung von Microsoft, wie heise online meldet, die Funktionen des Handy-Betriebssystems vervollständigt werden. Copy&Paste ist dann endlich auch möglich, schnelleres Starten und Beenden von Apps, eine verbesserte Suche im Marketplace und stromsparendes Abschalten der WLAN-Verbindung bei Offline-Anwendungen bietet das Update den Nutzern.
Ebenso von sich reden machte Microsoft heute mit der Meldung, daß es anwaltlich gegen Apple und seine Bemühungen um patentrechtlichen Schutz der Bezeichnung “App Store” vorgehen will. Beide Begriffe sind allgemein gebräuchlich und haben sich längst für alle Anbieter etabliert. Allemal bleibt schwierig, das Für und Wider abzuschätzen.
SonyEricsson Playmobil
aeromobile hat das Einzelteilefoto und Gizmodo hat ein Video des bisher nur als Gerücht bekannt gewordenen Smartphones mit Spielekonsole auf einer chinesischen Internetseite entdeckt. Es zeigt auf einem vermeintlichen SonyEricsson-Prototypen den Ablauf zweier spannender Spiele (Rage Racer und Resident Evil 2), verdeutlicht aber auch die Notwendigkeit einer noch stark verbesserungswürdigen Software. Nur sehr wenig ist darüber bisher offiziell bekannt, und ob das Interesse daran größer ist ebenso. Ein 10cm großes Display angetrieben von einem 1GHz-Prozessor wird vermutet neben einer 5Megapixel-Kamera, die ich aber eher für unwahrscheinlich halte, weil der avisierte 512MB-Arbeitsspeicher eher zu klein für das alles dimensioniert sein dürfte.
Nebenbei erwartet Ericsson als Netzwerkausrüster eine Fast-Verdopplung der mobilen LTE-Breitbandnutzer auf fast 4 Milliarden Teilnehmer in diesem Jahr. Das bewirkt ein prognostizierter Boom bei Smartphones, Notebooks und Tablets.
Das bisher schnellste Datenübertragungsverfahren HSPA, High Speed Packet Access, beruht auf der Mobilfunktechnik UMTS und ermöglichst eine Datenrate von 168MBit/s in Empfangsrichtung und 23MBit/s in Senderichtung. Nun plant das sogenannte “3rd Generation Partnership Project (3GPP)” eine als “Long Term HSPA Evolution” bezeichnete Beschleunigung des Datenflusses bis zu 672MBit/s im Download und 70MBit/s im Upload. Diese Übertragungsraten bewegen sich dann weit oberhalb der 500MBit/s bei DSL, wobei die Abwärtskompatibilität zu älteren UMTS- und HSPA-Verfahren gewahrt bleibt und auch die leitungsorientierte Sprachverbindung einschließt.
Momentan wird ja in Deutschland gerade die Long Term Evolution (LTE) als vierte Generation (4G) installiert, die im Downlink mit 300MBit/s die Hälfte der neuen Technik erreicht und im Uplink mit 75MBit/s ungefähr gleich liegt.
Neu ist bei dieser Technologie auch, daß Endgeräte gleichzeitig Daten von mehr als einer Basisstation empfangen können (Multipoint-Transmission). Dies steigert die Übertragungsqualität erheblich, denn zwei kooperierende Nachbarzellen garantieren einen besseren Empfang am Endgerät für die Nutzer.
Wer ein Smartphone mit Augmented-Reality-Funktion besitzt, kann diesen Service jetzt auch bei der Verkehrs- und Wege-Navigation nutzen. Dazu muß das Handy so an der Windschutzscheibe befestigt sein oder in der Hand gehalten werden, daß das Kameraobjektiv freie Sicht in Wegerichtung behält. Auf die dargestellten Realbilder wird dann eine Kennzeichnung für die zu fahrende oder zu laufende Route in Echtzeit projiziert.
Heute aktuell… morgen nicht mehr der Weisheit letzter Schluß – auf dem Handy-Markt kommen fast täglich neue Innovationen hinzu. Technische Veränderungen oder Wandel im Design bedingen auch immer eine neue Handhabung der mobilen Computertechnik. Vor allem die Gestaltung der Touchscreen-Displays als hauptsächliche Verbindung zwischen Mensch und Maschine hat dabei große Auswirkungen auf unsere Akzeptanz für die allgegenwärtigen computergesteuerten Geräte. Nicht nur, weil viele Nutzer visuelle Typen sind. Sondern es hängen eben davon zuallererst die physikalische Größe des eigentlichen Gerätes und aber genauso wichtig die Möglichkeiten der Kommunikation sowohl mit dem Smartphone selbst als auch mit den zu erreichenden menschlichen Partnern und Gruppen ab.
Nun hat die amerikanische Firma Universal Display eine neuartige Technologie entwickelt, mit der dünne und robuste optische Folien für die Anzeige farbiger Darstellungen, Web-Seiteninhalte und Videos hergestellt werden können. Bei diesen FOLEDs kann sogar durch ein neuartiges phosphoriszierendes Material eine 100%-ige elektrische Effizienz bezüglich der Lichtausbeute erreicht werden. Momentan bei der Fertigung noch sehr teuer haben sie aber das Potential, sich zu einem preiswerten Display-Baustein zu entwickeln.
Einige Käufer des neuen High-End-Smartphones Nokia N8 haben offenbar Probleme mit einer zu raschen Entladung des Akkus oder gar mit einem abrupten Abschalten der Stromversorgung während des Betriebes, ohne daß sich das Handy erneut starten läßt. Nokia hat sich dazu auch schon geäußert und die Fehlfunktion auf Qualitätsmängel bei der Produktion bestimmter Chargen zurückgeführt. Damit kann die Ursache direkt behoben und dann auch kein schadhaftes Handy mehr ausgeliefert werden. Für diejenigen, die Pech mit einem kaputten Smartphone hatten, greift ohnehin die Garantie, wenngleich das etwas Zeit und Geduld erfordert. Aber so ist das nunmal mit der Technik – kleine Störfälle passieren leider ab und an. Gerade das schnelle Entladen des Akkus tritt nur nach den ersten Aufladungen auf, denn es braucht etwa 5-maliges Entladen, bis die maximale Leistung erreicht wird. Das sollte aber kein Grund sein, die gesamte Serie gleich infrage zu stellen. Denn bei allen Tests gab es bisher sehr gute Beurteilungen. Den aktuellen Android-Smartphones und auch dem Apple iPhone4 kann es schon Paroli bieten. Ein sehr gutes Display, Multitasking und kurze Reaktionszeiten und eine hochauflösende Kamera sind neuester Stand der Technik, ohne Zweifel.
Erst vor kurzem gab die Wi-Fi Allianz aus AMD, Apple, Cisco, Dell, Intel, Microsoft und Nokia die Zertifizierung des neuen Funkstandards “Wi-Fi Direct” für die mobile Datenübertragung bekannt. Nun bietet Samsung diesen Service als erster Hersteller von Mobiltelefonen für das Samsung Galaxy S an. Mit einer solchen Direktverbindung können mehr als zwei WLAN-fähige Geräte ohne einen externen Netzwerk-Vermittler, den Access-Point, zwecks Datenaustausch sicher untereinander auf sensible Daten zugreifen. Also eigentlich genau das, was durch die direkte Funkverbindung mittels Bluetooth bisher schon möglich ist. Diese neue Technik aber gewinnt gegenüber seinem Konkurrenten nochmal deutlich an Leistung.