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Betriebssystem

Im Handy-Lexikon einfach erklärt: Was ist Betriebssystem?

Die Funktionalität eines Computers wird mit einem Prozessablauf von speziellen Anweisungen für alle Hard- und Softwarekomponenten und die Übernahme deren Datentransfers ermöglicht. Diese Programme werden als Betriebssystem bezeichnet. Sie umfassen die Benutzerführung, die Gerätesteuerung, die Verwaltung der Dateisysteme und des Speicherplatzes und das Programm- und Zeitmanagement des Prozessors (Prozessmodell).
Das erste Betriebssystem wurde 1964 von IBM unter der Bezeichnung DOS (Disk Operating System) entwickelt und konnte parallele Programmabläufe verarbeiten. Darauf aufbauend implementierten die verschiedenen PC-Hersteller ihre eigenen Versionen, wie z.B. AmigaDOS, AppleDOS, AtariDOS oder MS-DOS.
Für komplexere PC-Serversysteme mussten später grafikfähige Betriebsaufsatzsysteme entwickelt werden: Windows 95 bis Windows 2000/ NT von Microsoft erfüllten diese Anforderungen. Die Loslösung von DOS mit Windows NT brachte dabei eine höhere Benutzerfreundlichkeit und führt über Windows XP und Windows Vista bis zum heute verwendeten Windows 7.
Parallel dazu entstanden nach dem Vorbild von UNIX (XEROX) in der Firma Apple das Mac OS X und von dem Privatentwickler Linus Torvalds die portable Variante Linux als quelloffenes System, auf dessen Basis die Suchmaschine Google mit Android eine Alternative ermöglichte.
Alle haben die Benutzung einer grafischen Benutzeroberfläche (GUI= Graphical User Interface) gemeinsam, die mit der Darstellung von Steuerelementen (Widgets) und/oder grafischen Symbolen (Icons) über ein Zeigegerät (Maus) oder physische Berührung (Stift oder Finger) den Start von Programmschritten auslöst und in seinen Anforderungen sogar durch die EN ISO 9241 europaweit genormt ist.
Speziell für mobile PCs, zu denen moderne Smartphones gehören, wurde von Microsoft das Betriebssystem Windows Mobile geschaffen. Es enthält modifizierte Versionen der bekannten Dateiverwaltungsprogramme von Office in Form von Widgets für Datums- und Zeitangaben sowie für Kommunikationselemente wie E-Mail-Benachrichtigungen, für SMS und MMS, für Zugänge zu sozialen Netzwerken und für die Steuerung von Audio- und Videodateien. Vor allem aber regelt die Software den Datenaustausch des Mobilphones mit den Schnittstellen der Provider, WLAN oder anderen PC’s.
Bis zur Version Windows Mobile 6.1 ist das Design der Benutzeroberfläche stark an Windows Vista angelehnt. Mit der Veröffentlichung von Windows Mobile 6.5 wurden die Anwendung zum Download von Apps aus dem Windows Marketplace und damit die Internetanbindung, sowie Synchronisationsaufgaben mit PC’s und Flash-Anwendungen weiter vereinfacht.
Windows Mobile 7 ist die konsequente Weiterentwicklung zur Steuerung einer intuitiven Multi-Touch-Benutzeroberfläche, was durch die Namensgebung Windows Phone 7 hervorgehoben wird. Neu daran sind insbesondere die Einteilung der Aufgaben für Office, Kontakte und Multimedia in sog. Hubs, die Statusänderungen durch automatische Updates oder Nachrichteneingänge visuell anzeigen.
Gerade aber Apple hat diese Entwicklung mit iPhone OS und ihrem App Store und iTunes Store eingeleitet und damit Entwicklern eine Gelegenheit geboten, mit selbst programmierten Applikationen eigene kreative Ideen allen Nutzern zugänglich zu machen.
Weitere Betriebssysteme für Smartphones sind LiMo (Samsung, Motorola, Vodafone, NEC, DoCoMo, Panasonic), Maemo, MeeGo, Symbian OS (Nokia), Palm webOS und Brew (Qualcomm).

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